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Maren Lamschik: "Meine Zukunft sehe ich als Trainerin"

SCHWERTE Nach dem Abstieg des VC Schwerte 02 aus der zweiten Bundesliga im vergangenen Jahr wechselte Maren Lamschik als Spielerin zum TSV Berge in die Oberliga. Nach rund zwölf Jahren in Schwerte kein leichter Schritt. Ein Porträt.

von Von Matthias Hierweck

, 26.02.2008
Maren Lamschik: "Meine Zukunft sehe ich als Trainerin"

<p>Maren Lamschik (Mitte) im Kreise ihrer D-Jugend. Am Wochenende will sie mit ihren Schützlingen bei den Westdeutschen Meisterschaften für Furore sorgen.

"Einerseits war es schwer und komisch ein anderes Trikot anzuziehen, es tut aber auch gut, mal was anderes zu sehen", meint Lamschik. So ganz loslassen wollte sie dann aber doch nicht und ist weiterhin als Trainerin beim VC Schwerte 02 tätig.

Hier machte sie zuletzt Schlagzeilen, als sich "ihre" D-Jugend für die Westdeutsche Meisterschaft qualifizierte. "Es war schon eine Herausforderung, ich habe das Team erst zu Saisonbeginn übernommen", erklärt Lamschik nicht ohne Stolz.

Nach der Qualifikation ist die neue Zielsetzung eher bescheiden, sie möchte mit dem Team bei der Westdeutschen zumindest unter die ersten acht kommen, vielleicht ist aber auch mehr drin.

Von Konflikten wegen ihrer Trainer- und Spielertätigkeit in unterschiedlichen Vereinen kann Maren Lamschik nicht berichten, nur manchmal überschneiden sich zwei Spieltermine. Dann springt ihr Co-Trainer Michael Cramer ein und begleitet "ihre Kinder" zu den Spielen.

Rückkehr nach Schwerte nicht ausgeschlossen

Über ihre Zukunft als Spielerin hat sie zwar bereits nachgedacht, aber sich noch nicht endgültig entschieden. "Es kann auch passieren, dass ich in der nächsten Saison hier mit einer Auswärtsmannschaft auflaufe, ich weiß es aber noch nicht", erklärt sie.

Auch andere Modelle, z.B. als Spielerin im Oberliga-Team des VCS 02 oder in einer möglichen Oberliga-Kooperation zwischen VC Schwerte 02 und VV Phönix, möchte sie derzeit nicht ausschließen. "Es ließe sich darüber nachdenken", meint Lamschik.

Allgemein betrachtet sie die Situation des Volleyballs in Schwerte als schwierig, aber stellt klar, dass ihr das Wohl der Volleyball-spielenden Kinder am Wichtigsten ist: "Ob da jetzt VC Schwerte oder VV Phönix oder Kooperationsverein "Schlag-mich-tot" drauf steht ist mir im Prinzip egal, solange ich den Kindern Training anbieten kann und sie spielen können. Mir geht es um die Versorgung der Kinder, wir werden sehen, was kommt."

Die Zukunft liegt am Spielfeldrand - und im Klassenzimmer

Im März nimmt Maren Lamschik an einer Fortbildung zur B-Trainerin teil, um die guten Leistungen dieser Saison, vielleicht in der nächsten noch toppen zu können. "Ich möchte eine erfolgreiche Trainerin werden. Wenn ich die Chance bekommen würde nochmal 2. Liga zu spielen, dann nehme ich das auch gerne mit, aber meine Zukunft in der Halle sehe ich eher als Trainerin."

Doch auch beruflich hat die 22-jährige Lehramtsstudentin Ziele. In etwa zwei Jahren möchte sie ihr Sport- und Deutschstudium an der TU Dortmund beenden und einen Referendariatsplatz bekommen. Auf die Frage, warum sie sich für das Unterrichtsfach Sport entschieden hat, witzelt Lamschik: "Ich kann nix anderes." 

 

Am Samstag (1. März) reist die D-Jugend des VC Schwerte 02 zu den Westdeutschen Meisterschaften nach Geldern. Dort trifft das Team in der Gruppenphase um 11 Uhr zunächst auf den VoR Paderborn bevor es gegen Gastgeber VCE Geldern geht. Platz zwei ist für das Erreichen der Zwischenrunde Pflicht und für Trainerin Maren Lamschik das Minimalziel. Sollte das Viertelfinale erfolgreich überstanden werden, winkt am Sonntag die Endrunde (2. März).

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