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Margarete Jakschik: Ihr Name verspricht Erfolg

CASTROP-RAUXEL Schon wieder ein Vizeweltmeister-Titel für eine Nachwuchsruderin des RV Rauxel. Und wie im vergangenen Jahr heißt die erfolgreiche Athletin auch jetzt Jakschik mit Nachnamen: Die 16-jährige Margarete tritt in die Fußstapfen ihrer zweieinhalb Jahre älteren Schwester Magdalena. Wir haben mit ihr über ihren Erfolg gesprochen. Ein Porträt.

von Von Jörg Laumann

, 28.02.2008
Margarete Jakschik: Ihr Name verspricht Erfolg

Ein Strauß Blumen zum Vize-Weltmeistertitel in Boston für Margarete Jakschik. Der Trainer Alexander Lücke, Volker Mendel, 2. Vorsitzender des RVR, und der RVR-Vorsitzende Meinolf Schnettler (v.l.) gratulieren.

Dass die Jakschiks aus Datteln eine ruderbegeisterte Familie sind, ist kein Geheimnis. Vater Jens, die Töchter Magdalena, Margarete und Sohn Malte steigen für den RV Rauxel ins Boot, Mutter Friederike ist beim Verein auf der Wartburginsel als Frauenwartin aktiv.

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate konnten sich die Jakschiks jetzt über einen Vizetitel bei Weltmeisterschaften freuen. Magdalena gewann im vergangenen August bei den Junioren-Titelkämpfen der Ruderer in Peking Silber mit dem deutschen Achter, jetzt feierte "Grete" ihren ersten großen Erfolg auf der internationalen Bühne. Bei den Ergometer-Weltmeisterschaften im US-amerikanischen Boston belegte die 16-Jährige Platz zwei in ihrer Altersklasse der Juniorinnen A (bis 18 Jahre).

Rudern in der Eishockey-Arena

"Der Wettkampf in der großen Eishockey-Arena war schon ein besonderes Erlebnis", erzählt Margarete Jakschik. Insgesamt fünf Tage war die Dattelnerin mit der 37-köpfigen deutschen Delegation in der verschneiten US-Metropole und konnte sich neben dem Wettkampf auch einen Eindruck von Boston verschaffen. "Die Stadt fand ich sehr beeindruckend", sagt sie.

Vor rund vier Jahren kam Margarete, die zuvor im Reitsport aktiv gewesen war, über ein Schnupperwochenende zum Rudern. "Ich habe schnell den Übergang von der Anfänger- in die Kindergruppe geschafft und bin dann dabei geblieben", erinnert sie sich.

Heute nimmt der Rudersport großen Raum in ihrem Leben ein. Jeden Tag außer montags stehen zweistündige Trainingseinheiten auf dem Plan, während der Hauptsaison sind samstags zwei Einheiten angesagt. "Grete", die die zehnte Klasse an einem Gymnasium in Recklinghausen besucht, fühlt sich dennoch nicht gestresst. "An den Wochenenden bleibt noch genügend Zeit zum Entspannen und um Freunde zu treffen."

Gerade zurück, gleich Termine, Termine, Termine

Auch der volle Terminkalender nach ihrer Rückkehr aus Boston konnte Margarete ihre gute Laune nicht verderben. Am Dienstagmittag kehrte sie aus den Vereinigten Staaten nach Datteln zurück, am Mittwoch stand bereits ein volles Programm mit Schule, Training und abendlicher Feier beim RV Rauxel auf der Tagesordnung.

"Meine Freunde in der Schule haben sich mit mir gefreut", berichtet sie. Der Abend zur Feier des Vizeweltmeistertitels auf der Wartburginsel übertraf sogar die Erwartungen. "Ich hätte gar nicht gedacht, dass so viele Leute kommen würden."

Sportlich bereitet sich Margarete Jakschik als nächstes auf ein Langstrecken-Rennen in zwei Wochen in Oberhausen vor, wo sie im Leichtgewichts-Einer an den Start geht. Innerhalb der Familie übrigens gebe es zwar kein Konkurrenzdenken. Den letztjährigen Erfolg von Magdalena hat sie dennoch im Blick. "Ich würde schon gerne das erreichen, was meine Schwester geschafft hat."

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