Maria Demandts Kunst hat zwar keine klare Richtung, aber dennoch einen Weg

hzGründerhafen e-Port

Maria Demandts Bilder zeichnen sich durch viel Farbe aus und durch ihre abstrakte Art. Ihre Kunst stellt sie nun im Gründerhafen e-Port aus - zwei Jahre lang musste sie darauf warten.

Hafen

, 03.05.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit dem Rorschach-Test soll in der Psychoanalyse anhand von Tintenklecksen in einem gefalteten Papier die Persönlichkeit eines Menschen festgestellt werden. Denn bei diesen Bildern gibt es dann verschiedene Interpretations-Weisen. Ob Maria Demandts Gemälde für einen ähnlichen Test geeignet sind, sei dahingestellt. Auf jeden Fall aber lösen die abstrakten Malereien den gleichen Effekt aus: Ein jeder sieht etwas anderes. Frei nach ihrem Motto: „Keine Richtung und doch ein Weg.“

Diesen Effekt erzielt die Kamener Künstlerin durch verschiedene Techniken auf Leinwand. Mit Acryl malt, druckt, spachtelt und lasiert sie. Mal auf quadratischem Untergrund, mal auf rundem, mal auf rechteckigem. „Gerade die runden Bilder stechen mehr ins Auge“, sagt sie. Wobei die Form alleine nicht der Punkt ist, der die Aufmerksamkeit auf die Bilder zieht, die sie noch bis Mitte August im Gründerhafen e-Port ausstellt.

Maria Demandts Kunst hat zwar keine klare Richtung, aber dennoch einen Weg

„Anfang und Ende“ heißt dieses Bild, weil Maria Demandt findet, dass die rote Farbe einen Anfang und ein Ende darstellen kann. © Verena Schafflick


Viel mehr ist es die Farbintensität. Demandt arbeitet am liebsten an abstrakter Kunst. „Meine Ausstellung heißt ‚Sound und Farbe‘“, erklärt sie. Farbe, weil die Bilder sehr bunt sind, „sie spiegeln meinen Gemütszustand wieder“. Und Sound, weil die Malerin während ihrer Arbeit immer Musik hört. Am liebsten Klassiklounge oder Entspannungsmusik. „Erst mache ich die Musik an, dann hole ich mir eine Leinwand, und erst dann beginne ich mit dem Malen“, so Demandt über ihre Arbeitsweise. Was genau sie gehört hat, kann man an ihren Bildern aber nicht mehr erkennen.

Was Maria Demandt an der Leinwand erschafft, hat sie sich selbst beigebracht. Sie ist weder Mitglied einer Künstlergruppe, noch hat sie irgendwelche Malkurse besucht. „So gerne ich mit Menschen zusammen bin, will ich freier in meiner Kunst sein“, erklärt sie. In einer Gruppe könne sie nicht experimentieren und keine Musik hören, „ich kann nicht in meine eigene Welt abtauchen“.

Demandts Kunst ist „Schokolade für die Seele“

Seit 2010 arbeite sie intensiv mit Malerei, zuerst mit gegenständlicher Kunst, nun eher mit abstrakten Arbeiten, so Maria Demandt. Gemalt wird dabei in ihrem kleinen Atelier zuhause. Um ihre Bilder im Gründerhafen an der Mallinckrodtstraße 320 ausstellen zu können, musste sie zwei Jahre warten - so lang ist die Warteliste dort. „Das ist aber ganz normal“, erklärt die Kamenerin, die unter anderem auch schon in Soest, Lippstadt und im Sauerland ausgestellt hat.

Auch in Krankenhäusern habe sie schon ihre Werke ausgestellt. Ein passender Ort. Schließlich sagt sie über ihre Kunst: „Das ist Schokolade für die Seele.“

Die Ausstellung am Hafen

Die Ausstellung ist zu sehen in den Gängen des Gründerhafens e-Port, Mallinckrodtstraße 320, zu den Öffnungszeiten montags bis freitags 8 bis 16 Uhr. Ausstellungsende ist Mitte August. Der Eintritt ist frei, die Bilder können erworben werden. Mehr zu Maria Demandts Kunst gibt es auf ihrer Internetseite.
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