Massenschlägerei auf Lidl-Parkplatz: Mordkommission in Bochum sucht weitere Zeugen

Schlägerei mit Mistgabeln

Nach der Massenschlägerei auf einem Lidl-Parkplatz in Bochum sucht die Polizei dringend weitere Zeugen, Fotos und Videos. Zwei Schwerverletzte befinden sich noch immer im Krankenhaus.

Bochum

, 06.12.2019, 12:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Massenschlägerei auf Lidl-Parkplatz: Mordkommission in Bochum sucht weitere Zeugen

Polizisten an der A40-Raststätte Beverbach zwischen Dortmund und Bochum. Hier wurden nach der Schlägerei mehrere Verdächtige festgenommen. © dpa

Fünf Tage nach der Massenschlägerei auf einem Lidl-Parkplatz in Bochum-Hamme bittet die Polizei Zeugen um Bilder und Videos von dem Vorfall. Man habe mehrere Ermittlungsansätze, aber noch keine heiße Spur, wie und warum der Streit eskalierte, sagte ein Polizeisprecher am Freitag.

Zwei Menschen wurden bei der Schlägerei so schwer verletzt, dass sie sich immer noch im Krankenhaus befinden. Drei weitere Menschen erlitten ebenfalls Verletzungen. Einer von ihnen wurde mit einem Auto angefahren. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen.

Man schließe nicht aus, dass die Aktion geplant gewesen sei, so der Polizeisprecher. Die Vernehmungen der Opfer und von 13 vorübergehend festgenommenen Tatverdächtigen seien nicht zielführend gewesen, so der Sprecher. Die Befragten hätten sich unkooperativ verhalten. Daher wende man sich nun an die Bevölkerung.

Mit Mistgabeln und Axtstielen aufeinander losgegangen

Am vergangenen Sonntag (1.12.) waren gegen 11.20 Uhr auf dem Parkplatz des Supermarktes an der Freudenbergstraße in der Nähe der Autobahnkirche und 20 bis 30 Menschen aufeinander losgegangen. Dabei benutzten sie unter anderem Mistgabeln, Axtstiele, Baseballschläger und andere Gegenstände. Fünf Menschen wurden verletzt, drei davon schwer. Lebensgefahr besteht laut Polizei jedoch nicht.

Massenschlägerei auf Lidl-Parkplatz: Mordkommission in Bochum sucht weitere Zeugen

© dpa

Als die Beamten am Sonntag am Supermarkt eintrafen, flüchteten mehrere Beteiligten über die nahe gelegene A40 zur Raststätte Beverbach zwischen Bochum und Dortmund. Dort nahm die Polizei mehrere Personen fest, insgesamt gab es 13 Festnahmen. Alle Personen wurden am Dienstag (3.12.) wieder freigelassen. Zwei Autos wurden beschädigt.

Die Hintergründe sind immer noch unklar. Die WAZ hatte zunächst berichtet, dass ein Streit im Rotlichtmilleu zugrunde liegen könnte. Die Polizei bestätigte das bislang nicht.

mit dpa

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