Mehr als 200 Jäger und Sportschützen verlieren im Nachbarland ihre Waffen

Waffengesetz verschärft

Weil sie neue psychologische Tests nicht bestanden haben, haben in den Niederlanden bisher rund 200 Jäger und Sportschützen ihre Waffen und die Berechtigung, diese zu führen, verloren.

Enschede

26.11.2019, 18:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mehr als 200 Jäger und Sportschützen verlieren im Nachbarland ihre Waffen

+++ Symbolfoto +++ © Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/moh

Jäger und Sportschützen in den Niederlanden müssen neuerdings einen Persönlichkeitstest ablegen. Darin sind über 100 Ja/Nein-Fragen zu beantworten.

Ziel ist es, voherzusagen, wie sich jemand in gewissen Fällen verhalten könnte. Am Ende steht die Entscheidung, ob ein Jäger oder Sportschütze weiter eine Waffe führen darf.

Wie die Tageszeitung Tubantia berichtet, haben bisher 948 Personen an den Tests teilgenommen. Jeder Fünfte (204) fiel durch und musste seine Waffen bei der Polizei abgeben.

Waffengesetz nach Amoklauf verschärft

Hintergrund für das verschärfte Waffengesetz ist ein Vorfall aus dem Jahr 2011. Damals hatte ein 24-Jähriger in einem Einkaufszentrum um sich geschossen. Sechs Menschen starben, 17 wurden verletzt. Der Täter erschoss sich am Ende selbst.

Im März 2018 hatte ein Gericht in Den Haag entschieden, dass der Täter auf Grund seines psychischen Zustandes keine Waffe hätte führen dürfen. Danach wurden die Vorschriften für den Besitz von Waffen verschärft und der Persönlichkeitstest eingeführt.

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