Merkel fordert: Keine Großveranstaltungen 2020, private Feiern mit weniger Gästen

Coronavirus

Angesichts der aktuellen Corona-Lage soll nach den Vorstellungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vorerst auf weitere Öffnungsschritte verzichtet werden. Sie plant mit strengeren Maßnahmen.

Berlin

27.08.2020, 09:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will die Corona-Maßnahmen verschärfen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will die Corona-Maßnahmen verschärfen. © picture alliance/dpa

Eine Vorlage von Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht strengere Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie vor: Die Kanzlerin fordert mindestens 50 Euro Bußgeld bei Verstoß gegen die Maskenpflicht und keine Großveranstaltungen mehr in 2020. Das geht aus einer Beschlussvorlage des Bundes für die Runde der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten am Donnerstag hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Auch sollen laut Merkel die kostenlosen Corona-Tests für Einreisende aus Nicht-Risikogebieten mit dem 15. September beendet werden. In dem Beschlussentwurf wird darauf hingewiesen, dass Reiserückkehrer aus Risikogebieten in jedem Fall verpflichtet seien, sich unverzüglich für 14 Tage nach ihrer Einreise in Quarantäne zu begeben.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte vorgeschlagen, die kostenlosen Tests nach der Sommerreisesaison abzuschaffen, am Mittwoch hatte er diesen Vorschlag erneut verteidigt. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kritisierte die geplante Kursänderung, sie sei „sehr schnell“ gewesen. „So richtig durchdacht, scheint das nicht zu sein“, sagte Söder.

Nur noch maximal 25 Teilnehmer bei privaten Feiern

Ebenfalls Teil der Vorlage ist, dass Großveranstaltungen wie Volksfeste, größere Sportveranstaltungen mit Zuschauern, größere Konzerte, Festivals oder Dorf-Schützenfeste bis mindestens 31. Dezember 2020 verboten bleiben. Ausnahmen könne es in Regionen mit sehr geringen Infektionszahlen geben, wenn sichergestellt sei, dass die Teilnehmer ausschließlich aus dieser Region oder aus umliegenden Regionen mit entsprechenden Entwicklungen kommen.

Feiern im Privatbereich sollen demnach auf 25 Teilnehmer beschränkt werden. Bevorzugt sollten diese Zusammenkünfte im Freien abgehalten werden. Bei privaten Veranstaltungen und Feiern außerhalb des Privatbereichs sollten aus Sicht des Bundes künftig 50 Teilnehmer erlaubt sein.

Erstmals seit Juni beraten am Donnerstag (11.00 Uhr) die Ministerpräsidenten der Länder wieder mit Kanzlerin Angela Merkel über eine Neuausrichtung der Corona-Strategie. Grundsätzlich stand vorab die Frage im Raum, ob man wieder zu einheitlichen Regeln gelangen kann, nachdem die Länder in den vergangenen Wochen je eigene Maßnahmen ergriffen hatten.

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