Merz lobt Merkel und hat eine düstere Prognose für die Wirtschaft

Coronavirus

Friedrich Merz und Angela Merkel sind bekanntlich nicht die besten Freunde. Nun aber hat sich Merz von seiner Corona-Erkrankung erholt. Und lobt gleich mal die Kanzlerin.

Berlin

06.04.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Friedrich Merz ist nach seiner Corona-Infektion wieder fit.

Friedrich Merz ist nach seiner Corona-Infektion wieder fit. © picture alliance/dpa

Der Kandidat um den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für ihren Einsatz in der Corona-Krise gelobt. „Ich finde, dass die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten ihre Sache gut machen“, sagte Merz der „Westfalenpost“ (online und Montagausgabe) in einem der ersten Interviews nach überstandener Coronavirus-Erkrankung.

„Frau Merkel gehört zu den Politikern, die erst nachdenken und dann reden, und das ist mir gerade in einer solchen Situation sympathischer als umgekehrt“, sagte der 64-jährige Politiker auf die Frage, ob die Kanzlerin zu spät reagiert habe.

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Merz wurde am 15. März positiv auf das Coronavirus getestet. Anschließend hat er sich laut Zeitung zusammen mit seiner Ehefrau und seiner jüngsten Tochter in seinem Haus in Arnsberg in 14-tägige Quarantäne begeben. Er selbst habe nur leichte bis mittlere Symptome verspürt, sagte Merz. Seine Familie sei gesund geblieben. Der ehemalige Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion meldete demnach etwa 80 Kontaktpersonen an das Gesundheitsamt des Hochsauerlandkreises. Er gehe jedoch davon aus, dass er niemanden angesteckt habe, sagte Merz der „Westfalenpost“.

Merz erneuerte seine Einschätzung, dass die Wirtschaft noch „sehr, sehr lange“ unter den Folgen der Corona-Pandemie leiden werde. „Ich gehöre zu denen, die die Prognosen für das Wirtschaftswachstum eher im zweistelligen Minusbereich sehen als im einstelligen“, sagte er der Zeitung.