Mit selbstgebautem E-Bike über den Radweg: Polizei stoppt rasenden Radfahrer

Kurioser Eigenbau

Mit einem selbstgebauten E-Bike ist ein Mann in Gelsenkirchen der Polizei in die Arme gefahren. Die Beamten staunten über die Geschwindigkeit, die der Mann an den Tag legte.

Gelsenkirchen

28.01.2020, 10:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit selbstgebautem E-Bike über den Radweg: Polizei stoppt rasenden Radfahrer

Mit diesem umgerüsteten Mountainbike © Thomas Nowaczyk

Dass ein Mann mit 40 km/h über einen Radweg geflitzt ist, ohne seine Füße an den Pedalen zu haben, hat Polizisten in Gelsenkirchen stutzig gemacht. Als sie den Radler stoppten, kam heraus: Er war auf einem E-Bike Marke Eigenbau unterwegs. Den Akku hatte er in einem Rucksack dabei.

Wie die Gelsenkirchener Polizei am Dienstag mitteilte, hatte eine Streife den 40-Jährigen am Montagnachmittag auf dem rasanten Mountainbike gesichtet: „Der Mann gab an, sich die Bauteile im Ausland besorgt und sein Mountainbike dann entsprechend aufgerüstet zu haben.“ Der Akku im Rucksack sei per Kabel mit dem Rad verbunden gewesen.

Kein E-Bike sondern ein zulassungspflichtes Kraftfahrzeug

Da das E-Bike mit 40 Sachen unterwegs war, werteten die Beamten es als zulassungspflichtiges Kraftfahrzeug. Damit hätte es - jenseits der fragwürdigen Technik - Papiere, Versicherung und Kfz-Steuer gebraucht. Auf dem Radweg war das Vehikel zudem nicht erlaubt. Der Mann kassierte damit gleich mehrere Anzeigen.

Ohne Zulassung, Versicherung und Fahrerlaubnis erlaubt sind im Straßenverkehr nur sogenannte Pedelecs, die mit Muskelkraft und einem unterstützenden Elektromotor betrieben werden und deren Höchstgeschwindigkeit auf 25 km/h begrenzt ist.

dpa/kar

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