Nach Corona-Welle in Coesfeld: Kreis Borken kündigt Großtestung an

Coronavirus

Der Kreis Borken reagiert auf die Corona-Welle beim Coesfelder Unternehmen Westfleisch. Am Samstag sollen rund 300 Beschäftigte von drei Schöppinger Schlachtereien getestet werden. Das ist erst der Anfang.

Schöppingen

08.05.2020, 20:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Corona-Ausbruch in der Großschlachterei Westfleisch in Coesfeld nimmt weitere Ausmaße an: Inzwischen sind nach Angaben des Kreises Coesfeld 129 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Der Corona-Ausbruch in der Großschlachterei Westfleisch in Coesfeld nimmt weitere Ausmaße an: Inzwischen sind nach Angaben des Kreises Coesfeld 129 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. © dpa

Vor dem Hintergrund der aktuellen Infektionsfälle bei ausländischen Beschäftigten der Firma Westfleisch in Coesfeld hat Landrat Dr. Kai Zwicker auf der Basis der Landesvorgaben vom heutigen Freitag veranlasst, dass die Mitarbeiter von Schlacht- und Zerlegebetrieben im Kreis Borken schnellstmöglich getestet werden. Das teilte der Kreis mit.

Dazu fand bereits am heutigen späten Freitagnachmittag ein Vorbereitungsgespräch mit den Verantwortlichen von fleischverarbeitenden Unternehmen in Schöppingen statt. Teilnehmer waren auch Franz-Josef Franzbach, Bürgermeister von Schöppingen, und Fachleute des Arbeitsschutzes der Bezirksregierung Münster sowie Experten des Kreisgesundheitsamtes und des Kreisveterinäramtes. Ergebnis dieser laut Zwicker sehr konstruktiv geführten Besprechung war, dass in Schöppingen bereits ab morgen eine Testung aller dort tätigen Mitarbeiter durchgeführt wird.

300 Beschäftige von drei Unternehmen

Insgesamt handelt es sich um rund 300 Beschäftigte von drei Unternehmen. Getestet werden auch die dort vom Kreis Borken eingesetzten Fleischkontrolleure und Amtstierärzte. Das Deutsche Rote Kreuz werde in bewährter Weise diese wichtige Aufgabe übernehmen, zeigt sich der Landrat dankbar für die Unterstützung. Gleichzeitig dankt er allen Beteiligten für deren kooperative Haltung. „Unser gemeinsames Ziel ist es, die Verbreitung des Coronavirus schnellstmöglich einzudämmen“, erklärt Zwicker.

Daher habe der Kreis auch bisher schon – über den vom Robert-Koch-Institut hinausgehenden Rahmen – intensiv Testungen durchgeführt. Bei positiven Befunden seien vom Kreisgesundheitsamt und den beteiligten Ortsbehörden konsequent Quarantänemaßnahmen – auch für Kontaktpersonen – angeordnet und die tägliche Betreuung dieser isolierten Personen sichergestellt worden. Das habe zu dem Ergebnis geführt, dass inzwischen die Zahl der aktuell Infizierten kontinuierlich zurückgegangen sei.

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„Wir werden diesen Weg konsequent weitergehen“, macht Kai Zwicker deutlich. Er kündigt daher auch bereits Testungen bei den anderen fleischverarbeitenden Betrieben im Kreis Borken an, die kurzfristig folgen sollen.

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