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Nach dem Hallenbrand rätseln die Vereine: Wo können wir turnen?

ALSTEDDE Die Nachricht vom Brand der Sporthalle am Heikenberg in Alstedde ist wie ein Blitz bei den Sportlern eingeschlagen. "Wie geht es weiter?", fragen alle verzweifelt. "Wir versuchen, so schnell wie möglich für alle Gruppen neue Übungsräume zu finden", sagt Burkhard Körbl von der städtischen Sportverwaltung. Er sucht jetzt in anderen Hallen der Stadt nach Freiräumen. Wir haben uns mit Betroffenen unterhalten.

von Von Bernd Janning

, 04.02.2008
Nach dem Hallenbrand rätseln die Vereine: Wo können wir turnen?

Ein Bild aus der Brandnacht: Die Turnhalle am Heikenberg stand in Flammen. Der Schaden wird auf rund 200.000 Euro taxiert. Jetzt haben die Sportvereine ein Problem.

Am ärgsten hat es den SV Alstedde erwischt. „Ist noch Platz für den Breitensport, die Mutter- und Kind- und Wirbelsäulengruppen in der zweiten Alstedder Halle?“, fragt sich Breitensportleiter Horst Kastner. Er versucht, Optionen abzuklären. „Können dort auch die jüngsten Kicker der Blau-weißen trainieren?“, fragen die Fußballer. „Das größte Problem ist aber derzeit für uns, dass alle Versorgungsleitungen für unser Vereinsheim und für die Platzanlage aus der Halle kommen“, berichtet Jürgen Gregor, Vorsitzender der Fußballer. Er hat große Sorgen. „Was wird, wenn die Halle abgerissen wird?“ Gregor denkt auch an die befreundeten Vereine, die die Halle nutzen: „Wo bleibt der Fanfarenzug? Was wird mit dem Festplatz und den vier Garagen der Knappen hinter der Halle?“SC Cappenberger See in Sorge „Auch wir wissen noch nicht, wo wir hin sollen“, erklärt Caroline Bremerich, Vorsitzende des SC Cappenberger See (SCC). Sie ist stolz auf ihre gemischte Gruppe mit 30 Frauen und Männern zwischen 18 und 40 Jahren. „Diese Gruppe boomt!“, sagt sie. Martina Borgschulze hat die Leitung, donnerstags zwischen 20 und 21.30 Uhr stehen Wirbelsäulengymnastik und Spiele an.   Neue Übungsräume werden auch ein Thema bei der SCC-Vorstandssitzung am Mittwoch sein. „Diese Gruppe besteht schon seit 20 Jahren. Es sind 40 reifere Damen zwischen 50 und 80 Jahren. Die sind nicht mehr so mobil. Ich habe schon bei einer Kirchgemeinde versucht, neue Räume zu bekommen“, erzählt Gisela Meyer, Geschäftsführerin des Lüner SV Turnen, von ihrem Kampf für ihre „Mädchen-Riege“. Diese turnte immer mittwochs von 10 bis 12 Uhr in der Halle am Heikenberg. Meyer: „Die Halle ist zwar abgebrannt. Wir machen aber weiter.“ Am morgigen Mittwoch trifft sich die Gruppe wie gewohnt um 10 Uhr am Heikenberg – dieses Mal zu einer Wanderung.Judoka jubeln über schnelle Hilfe Donnerstags und samstags waren die Judoka des Lüner SV in der Alstedder Halle zu Gast. Über 50 Kinder zwischen sechs uns 16 Jahren machten sich dort mit den Wurftechniken vertraut. „Ich weiß nicht, wie wir die Kinder auf unsere anderen beiden Hallen an der Viktoria- und Osterfeldschule verteilen können“ zeigte sich Lars Arnhölter, Pressesprecher der Judoka, gestern erst noch ratlos. Bis der Judoverein später ein Hilfsangebot der Soccer Hall aus Horstmar erhielt: „Ihr könnt ab sofort kostenlos bei uns trainieren“, so die frohe Botschaft. 

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