Nach tödlichem Unfall in Südtirol: Gutachter untersucht Auto des Fahrers

Südtirol

Nach der tödlichen Unfallfahrt in Südtirol beschäftigt sich jetzt ein Gutachter mit dem Fall. Er soll das Auto des Fahrers begutachten. Der Prozess gegen den Mann beginnt im April.

Bozen

19.02.2020, 16:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Blumen, Kerzen und Gedenkschmuck stehen und liegen am Ort des Unfalls bei dem ein Mann betrunken in eine Gruppe deutscher Skiurlauber gerast war.

Blumen, Kerzen und Gedenkschmuck stehen und liegen am Ort des Unfalls bei dem ein Mann betrunken in eine Gruppe deutscher Skiurlauber gerast war. © picture alliance/dpa

Mehr als sechs Wochen nach dem tödlichen Verkehrsunfall deutscher Jugendlicher in Südtirol sind die Vorermittlungen für einen Prozess in eine wichtige Phase getreten. Das Landesgericht in Bozen bestellte am Dienstag offiziell einen Gutachter, unter anderem um das Auto des Unfallfahrers zu untersuchen, wie örtliche Medien am Mittwoch schrieben. Dieser habe seine Arbeit sofort begonnen.

„Der Gutachter soll den Hergang des Unfalls rekonstruieren“, sagte Anwalt Markus Wenter der dpa. Seine Kanzlei vertritt mehrere bei dem Unglück Geschädigte oder deren Angehörige.

Sieben Tote durch Unfallfahrt

Am frühen Morgen des 5. Januar war ein Südtiroler Autofahrer in Luttach betrunken in eine Gruppe junger Deutscher gerast. Sieben Menschen starben durch den Unfall. Zehn weitere wurden verletzt. Die meisten Toten kamen aus Nordrhein-Westfalen. Der Verursacher war zunächst ins Gefängnis und dann Ende Januar in Hausarrest in das Kloster Neustift bei Brixen gekommen.

Wie Anwalt Wenter sagte, ist der nächste Gerichtstermin für den 27. April angesetzt. Wenn das Gutachten vorliege, könne die Staatsanwaltschaft Anklage erheben. Die Ermittler wollen vor allem wissen, wie schnell der Fahrer war. Übereinstimmenden Angaben nach wollen seine Verteidiger zudem prüfen lassen, ob die Unfallopfer die Straße auf dem dortigen Zebrastreifen überquerten, oder einige abseits davon vom Bus in Richtung Hotel gingen.

RND/dpa