Neuer Intendant Florian Fiedler startet mit 19 Premieren

Theater Oberhausen

Mit einem sehr jungen, aufgeschlossen-neugierigen Team um den neuen Intendanten Florian Fiedler, der mit 40 fast schon der Senior ist, startet das Theater Oberhausen im September in die neue Spielzeit. 19 Produktionen, darunter zehn Uraufführungen, soll es geben; acht im Großen Haus.

OBERHAUSEN

, 09.06.2017, 11:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der neue Intendant Florian Fiedler verzichtet auf einen Teil seines Gehalts, damit die Einstiegsgagen für Schauspieler um 25 Prozent erhöht werden können.

Der neue Intendant Florian Fiedler verzichtet auf einen Teil seines Gehalts, damit die Einstiegsgagen für Schauspieler um 25 Prozent erhöht werden können.

Fiedler will "gesellschaftlich relevant" sein, sich etwa mit der Gefahr rechter Ideologien oder dem besseren Miteinander in unserer Gesellschaft auseinandersetzen. Im Vorfeld wurden auch schon eigene Strukturen im Theater Oberhausen infrage gestellt: So gibt der Intendant bei insgesamt gleichbleibendem Theateretat von seinem Gehalt etwas ab, um die Einstiegsgagen für Schauspieler um etwa 25 Prozent zu erhöhen. Sein 18-köpfiges Ensemble wird zudem ebenso viele Frauen wie Männer haben.

Spielzeit startet am 22. September

Die neue Saison startet am 22. September mit der Uraufführung "Die Schimmelmanns. Verfall einer Gesellschaft" von Mario Salazar, einem, so Fiedler, mit verstörendem Humor gezeichneten Porträt einer Familie im rechtsradikalen Milieu. Regie führt, wie auch bei Ibsens "Ein Volksfeind" (12.1.), der Intendant selbst. Hausregisseurin Babett Grube zeigt am 6. Oktober "Antigone" nach Sophokles.

Das freie Ensemble "Performing Group" bringt die Uraufführung "Männer, die denken" (10.11.). Weihnachtsstück ist das Andersen-Märchen "Die Schneekönigin" in der Regie von Serkan Salihoglu aus Istanbul (ab 25.11.).

Drei Roman-Adaptionen

Als Roman-Adaptionen kommen Stanislaw Lems "Der futurologische Kongress" (2.2., Regie: Tomas Schweigen) und Anna Seghers’ "Das siebte Kreuz" (2.3., Regie: Lars-Ole Walburg) auf die Bühne. Bert Zander geht Dostojewskis "Schuld und Sühne" als Filmprojekt an (8.6.).

Letzte Premiere im großen Haus ist der Lustspiel-Klassiker "Pension Schöller" (23.3., Regie: Martin Laberenz). Hausautor Dirk Laucke wird drei Projekte realisieren.

Verkauf für Abonnements sowie Einzeltickets für den Spielzeitstart ab sofort unter Tel. (0208) 8578184.