Neuer Retro-Pop-up-Campingplatz an der niederländischen Grenze zu Vreden

hzWinterswijk

Ein heruntergekommener Campingplatz nahe der deutschen Grenze in Winterswijk wurde in kürzester Zeit in einen Pop-up-Campingplatz verwandelt: Festival-Atmosphäre garantiert.

von Jan Ruesink

Vreden, Winterswijk

, 05.08.2020, 13:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Es hat vier Jahre lang an uns genagt und uns gejuckt und der Plan wurde hundert Mal wieder verworfen“, sagt Sabine Rensen (40), Besitzerin des neuen Pop-up-Campingplatzes in Winterswijk. Im Mai traf sie dann die Entscheidung.

Das etwas heruntergekommene Gelände des ehemaligen Campingplatzes „De Knuver“ in Winterswijk-Huppel wurde in einen gemütlichen Campingplatz verwandelt, auf dem Retro-Camper, Komfortzelte, Laternen, Lagerfeuer, Whirlpools und Kinderspielplätze das Bild bestimmen. In der vergangenen Woche wurde die Eröffnung gefeiert. „Wir haben sieben Wochen lang daran gearbeitet, alles zu renovieren und zu arrangieren“, so Sabine Rensen.

Das „Mañana-Mañana“-Gefühl

Rensen kommt aus dem Gesundheitswesen, ist aber seit Jahren mit dem Gaststätten- und Erholungsgewerbe vertraut. Im Zentrum von Winterswijk betreibt sie das Restaurant „Van Streek“ und besucht mit ihrem Ehemann Stefan in einem alten Wohnmobil Festivals und Kreativ-Workshops. „Ich dachte, dass das Gefühl von „Mañana Mañana“ – mit allen entspannt am Lagerfeuer Geschichten erzählen und Musik machen – etwas ist, das Winterswijk haben sollte.“

Jetzt lesen

Auf der Suche nach einem schönen Ort fand sie ein verwildertes Areal nahe der deutschen Grenze. „Ich habe mich sofort in diesen Ort verliebt“, sagt sie. Nur drei der sechs Chalets am Campingplatz „De Knuver“ werden aktuell noch von ihren privaten Eigentümern genutzt. Der Immobilienunternehmer Arnold Bosman unterstützt Sabine Rensens Pläne und trug zu den Investitionen bei.

„Klein Geluk“ (dt. „kleines Glück“) wurde der Campingplatz genannt. „Weil“, erklärt Rensen, „wir bemerken, dass immer mehr Menschen zufrieden sind mit einem gemütlichen Lagerfeuer mit Musik, Marshmallows-Rösten oder dem Bad in einem Whirlpool. Sicherlich wollen die Menschen dieses Jahr zu Hause Urlaub machen, weg von den Massen und ich denke, dieser Trend wird sich fortsetzen.“

Zelte mit Betten und fünf Wohnwagen

“Klein Geluk“ ist jedoch kein einfacher Campingplatz. „Wir vermieten Zelte mit guten Betten, privatem Sanitärbereich und Außenküche und fünf voll ausgestattete Wohnwagen, alle mit geräumigen Grundstücken.“

Jetzt lesen

Insgesamt verfügt der Campingplatz über einhundert Plätze, an denen die Gäste auch mit eigenem Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil anreisen können. Das Angebot richtet sich unter anderem an junge Familien, Paare und Gruppen. „Jeder ist willkommen, aber es wird kein Jugendcampingplatz wie in Renesse oder Ommen sein“, sagt Sabine Rensen.

„Klein Geluk“ sollte im Juli und August in Betrieb gehen, aber die Betreiber erhielten wegen konzessionellen Verzögerungen erst in der vergangenen Woche grünes Licht. ,,Wir haben jetzt den ganzen Monat August geöffnet, mit der Möglichkeit, bis September zu verlängern. Die Reservierungen kommen von Leuten aus der Stadt, aber auch aus Belgien und Dänemark“, so Rensen.

Danach prüfen sie und der Grundstückseigentümer, ob der Campingplatz dauerhaft geöffnet bleiben kann.

Lesen Sie jetzt