Neuer Trend bei Straftätern: Polizei sucht weitere „Freiwillige“

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Bei Straftätern sieht die Polizei einen neuen Trend, der das Leben der Beamten deutlich erleichtern dürfte. Sie ermuntern Täter, sich einen 53-jährigen Gelsenkirchener zum Vorbild zu nehmen.

Gelsenkirchen, Gladbeck

, 20.11.2020, 12:34 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der 53-jährige Gelsenkirchener wandte sich am Donnerstag (19. November) an die Bundespolizei am Hauptbahnhof in Gelsenkirchen. Der gebürtige Gladbecker erklärte den Beamten, dass er vermutlich durch die Justiz gesucht werde.

Mit dieser Annahme lag er tatsächlich goldrichtig - das ergab die Überprüfung der Beamten. Gegen den Mann bestand ein Haftbefehl des Gelsenkirchener Amtsgerichts. Das hatte den 53-Jährigen wegen Beförderungserschleichungen, Diebstählen, Beleidigungen, Volksverhetzungen und Bedrohungen zu einer Haftstrafe von einem Jahr verurteilt. Bundespolizisten lieferten den Mann später in die Gelsenkirchener JVA ein.

Dritter Fall in drei Tagen

„Bei dem Mann handelt es sich bereits um den dritten Fall in drei Tagen, bei dem sich eine per Haftbefehl gesuchte Person bei der Bundespolizei meldete“, so die Mitteilung der Polizei, die nun weitere „Freiwillige“ sucht, die per Haftbefehl gesucht werden. „Diese können sich in den verkehrsgünstig an Bahnhöfen gelegenen Bundespolizeiwachen in Hagen, Dortmund, Bochum, Essen, Gelsenkirchen, Recklinghausen oder auf jeder anderen Polizeidienststelle melden.“