NRW-Umfrage: Schulleiter bewerten Digitalisierung mit „ausreichend“

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Digitalisierung ist ein wichtiges Thema der Schulpolitik. Doch laut Befragung finden vor allem Schulleiter die Maßnahmen und die digitale Ausstattung nur „ausreichend“.

Köln

06.10.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Realschüler einer zehnten Klasse arbeiten in einer Unterrichtsstunde mit Tablets. (Symbolbild)

Realschüler einer zehnten Klasse arbeiten in einer Unterrichtsstunde mit Tablets. (Symbolbild) © picture alliance/dpa

Bei der Digitalisierung an den Schulen in Nordrhein-Westfalen besteht nach einer Umfrage des Westdeutschen Rundfunks (WDR) noch erheblicher Verbesserungsbedarf. Insgesamt bewerteten die Schulleiterinnen und Schulleiter die durch die Corona-Krise noch einmal deutlich wichtiger gewordene digitale Ausstattung ihrer Schulen lediglich mit der Schulnote 3,8, fasste der WDR das Ergebnis einer aktuellen Umfrage zusammen. Das entspreche einem „ausreichend“. Besonders schlecht bewerteten die Lehrkräfte die Lage an den Grund- und Hauptschulen.

Mehr Tablets oder Laptops für Schüler

Um die Digitalisierung ihrer Schule voranzubringen, wünschen sich die befragten Schulleiter vor allem deutlich mehr Endgeräte für die Schüler und Lehrer, eine bessere Infrastruktur, mehr Weiterbildungsangebote sowie generell mehr Unterstützung durch die Politik. Beklagt wurde unter anderem, dass die Lehrer die verwendeten Computer oft in ihrer Freizeit warten müssten.

Doch gab es deutliche regionale Unterschiede in der Bewertung der Situation. So erhielten die Kreise Coesfeld (2,6) und Herford (2,8) in der Bewertung nach Schulnoten ein „befriedigend“, die Kreise Bochum (5,0) und Mülheim an der Ruhr (5,2) dagegen nur die Note „mangelhaft“.

Zum Unterricht während der Pandemie wurden im Auftrag des WDR auch Schülerinnen und Schüler befragt. Sie kritisieren unter anderem die mangelnde Nachbereitung der gestellten Aufgaben beim Online-Unterricht.

dpa

An der Online-Umfrage beteiligten sich nach Angaben des WDR fast 1100 der knapp 4600 allgemeinbildenden Schulen in öffentlicher Trägerschaft in NRW. Dies entspreche einer Quote von 24 Prozent. Die Umfrage fand vom 19. August bis zum 16. September 2020 statt, also vor Beginn des neuen Schuljahres. Außerdem befragte das Institut mindline media im Auftrag des WDR in der ersten Septemberhälfte 517 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 14 und 18 Jahren
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