NRW weitet Kita-Betreuung auf weitere Berufsgruppen aus

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Bislang waren unter anderem Ärzte, Krankenschwestern oder Rettungskräfte als „systemrelevant“ eingestuft worden. Das Land NRW weitet die Kita-Notbetreuung jetzt auf weitere Berufe aus.

Düsseldorf

17.04.2020, 11:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
Spielzeug liegt in einer Kindertagesstätte auf dem Boden. Das LAND NRW baut die Notbetreuung in Kindertagesstätten aus.

Spielzeug liegt in einer Kindertagesstätte auf dem Boden. Das LAND NRW baut die Notbetreuung in Kindertagesstätten aus. © picture alliance/dpa

Das Land NRW baut die Notbetreuung in Kindertagesstätten aus: In einer neuen Verordnung werden weitere Branchen genannt, aus denen Eltern ihre Kinder in die Kitas bringen dürfen. Darunter sind Mitarbeiter von Tankstellen, des Lebensmittelhandels, Drogerien und Hausmeister. Die Verordnung liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Sie gilt ab dem 23. April. Zuvor hatte die „Rheinische Post“ berichtet.

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Laut der Verordnung sind auch Bankangestellte oder Mitarbeiter in Pharmaindustrie oder Seifenfabriken berechtigt, ihre Kinder in die Notbetreuung zu geben. Bislang waren unter anderem Ärzte, Krankenschwestern oder Rettungskräfte als „systemrelevant“ eingestuft worden. Für Eltern aus diesen Bereichen mussten Kitas bereits bei Bedarf eine Notbetreuung bereit stellen.

NRW will die Notbetreuung in den Kindergärten auf zehn Prozent der Kinder ausweiten, kündigte NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Donnerstag in Düsseldorf an. Im vergangenen Monat hatte das Familienministerium gemeldet, dass in NRW nur zwischen 2,4 und 4,7 Prozent aller Kinder in den Kitas und der Kindertagespflege in der Notfallbetreuung sind.

dpa/lnw

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