NRW will monatliche Verdienstgrenze bei Minijobs deutlich erhöhen

Wirtschaft

Seit 2013 steht die Verdienstgrenze für Minijobs unverändert bei 450 Euro im Monat. Das möchte die NRW-Landesregierung nun ändern - und die Verdienstgrenze deutlich anheben.

Düsseldorf/Berlin

06.10.2020, 11:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
NRW will die Initiative zur Erhöhung der Verdienstgrenze mit 48 Vorschlägen am Freitag in den Bundesrat einbringen.

NRW will die Initiative zur Erhöhung der Verdienstgrenze mit 48 Vorschlägen am Freitag in den Bundesrat einbringen. (Symbolbild) © picture alliance / dpa

Die nordrhein-westfälische Landesregierung fordert die Anhebung der Verdienstgrenze für Minijobs von 450 auf 530 Euro im Monat. Der Vorstoß ist Teil einer Bundesratsinitiative des Landes zum Bürokratieabbau, die Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Dienstag in Berlin vorstellten. Die Erhöhung der seit 2013 unveränderten Verdienstgrenze sei „längst überfällig„, sagte Pinkwart.

NRW will die Initiative mit 48 Vorschlägen am Freitag in den Bundesrat einbringen. Darin wird gefordert, die Rettungs- und Konjunkturprogramme zur Bewältigung der Corona-Krise durch ein Programm zum Bürokratieabbau zu ergänzen. Die Landesregierung spricht sich darin unter anderem gegen die Einführung einer Vermögenssteuer oder Vermögensabgabe sowie gegen eine Finanztransaktionssteuer aus.

Auch Befristung von Arbeitsverhältnissen soll verlängert werden

Das Lieferkettengesetz sollte aus Sicht der NRW-Regierung erst dann eingeführt werden, wenn die Belastungen durch die Corona-Pandemie überwunden sind. Mit dem Lieferkettengesetz will Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) deutsche Unternehmen verpflichten, die Einhaltung sozialer und ökologischer Mindeststandards durch ausländische Lieferanten zu garantieren.

Die Höchstdauer für eine sachgrundlose Befristung eines Arbeitsverhältnisses soll nach den Vorstellungen der NRW-Regierung für die Dauer der Pandemie von zwei auf drei Jahre verlängert werden. Die Bundesratsinitiative enthält zudem Vorschläge zur Beschleunigung von Planungsverfahren bei Infrastrukturprojekten. Auf diesem Feld stehe sich Deutschland „selbst im Weg“, sagte Pinkwart.

dpa

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