Österreich öffnet sich: Das sind die Pläne für den Corona-Exit

Coronavirus

Ab Mitte Mai soll in Österreich Normalität einkehren. Gaststätten dürfen wieder öffnen, auch Gottesdienste sollen wieder stattfinden dürfen. Verbunden sind die Lockerungen mit Sicherheitsmaßnahmen.

Wien

21.04.2020, 16:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wegen des Coronavirus geschlossene Gaststätten dürfen in Österreich ab Mitte Mai wieder schrittweise öffnen.

Wegen des Coronavirus geschlossene Gaststätten dürfen in Österreich ab Mitte Mai wieder schrittweise öffnen. © picture alliance/dpa

In Österreich sollen ab Mitte Mai die Lokale und Restaurants wieder öffnen. Mitarbeiter der Gaststätten müssten dann einen Mund-Nasen-Schutz tragen, für die Zahl der Gäste gelte eine Obergrenze, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Dienstag in Wien. Zudem müssten die Lokale spätestens um 23 Uhr schließen.

Außerdem seien - bei Einhaltung der Abstandsregeln - ab Mitte Mai voraussichtlich auch wieder Gottesdienste möglich. Angesichts der guten Entwicklung bei den Fallzahlen in der Corona-Krise könne die Regierung an ihrem Fahrplan festhalten, so der Regierungschef weiter. Für die wirtschaftliche Entwicklung bedeute das „Licht am Ende des Tunnels“. Dienstleister wie Friseure und Kosmetiker dürfen bereits ab Anfang Mai wieder öffnen.

Schulen in Österreich sollen schrittweise starten

Ziel sei es zudem, dass ab 15. Mai die Schulen schrittweise wieder den Unterricht aufnehmen könnten. Für Abiturienten und Lehrlinge solle die Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen bereits ab dem 4. Mai beginnen.

Die Regierung werde künftig verstärkt auf die Eigenverantwortung der Bürger setzen, sagte Vizekanzler Werner Kogler (Grüne). In welcher Weise die bis Ende April geltenden Ausgangsbeschränkungen modifiziert würden, werde demnächst entschieden, hieß es. Das Tragen des Mundschutzes habe sich binnen kürzester Zeit etabliert, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne): „Das hat so schnell gegriffen, dass man wirklich begeistert sein muss.“

In Österreich sind zuletzt weniger als 100 Menschen pro Tag mit dem Coronavirus infiziert worden. Im internationalen Vergleich sei die Entwicklung sehr günstig, sagte Anschober.

RND

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