Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Anmeldungen in Kindergärten: Sollzahl nicht erreicht

OLFEN Die fünf Kindergärten in Olfen und der eine in Vinnum bleiben erhalten. Aber die Tageseinrichtungen müssen sich auf weiter schrumpfende Kinderzahlen einstellen.

von von Matthias Münch

, 07.02.2008

Dies ist das Ergebnis der aktuellen Anmeldezahlen. Dafür ist nach dem neuen Kindergartenbildungsgesetz (Kibiz) nun der Kreis Coesfeld zuständig. Hier werden die Anmeldungen der einzelnen Kindergärten gesammelt.

Das Jugendamt des Kreises hatte in Abstimmung mit der Stadt und den Trägern die Gruppen für die einzelnen Kindergärten geplant. In dem Bedarfsplan sind auch in Olfen Obergrenzen für die Plätze in allen Kindergärten festgelegt worden (wir berichteten).

Nur 339 Mädchen und Jungen angemeldet

Gegenüber dem laufenden Jahr hatte der Kreis die Gesamtzahl der Plätze in der Steverstadt bereits von 390 auf 350 für das nächste Kindergartenjahr gesenkt. Doch nicht einmal diese Zahl wurde erreicht. Lediglich 339 Mädchen und Jungen wurden angemeldet. "Und darunter sind sogar schon viele Zweijährige", erklärt Daniela Beine von der Olfener Stadtverwaltung.

Vier bis sechs Zweijährige können im neuen Gruppentyp I (Kinder von zwei bis sechs Jahren) betreut werden. Solche Gruppen sollen laut Kreisvorgabe in allen Olfener Kindergärten angeboten werden. Kibiz ermöglicht auch einen Gruppentyp II für noch jüngere Kinder. Den wird es in Olfen aber nicht geben.

Weiterhin wird natürlich der bekannte Gruppentyp III für Drei- bis Sechjährige angeboten: in allen Olfener Einrichtungen mit Ausnahme des evangelischen Arche Noah-Kindergartens. Dort soll es nur zwei Gruppen des Typs I geben.

Nun sind die aktuellen Anmeldungen auf die sechs Olfener Kindergärten sehr unterschiedlich ausgefallen. In einigen gibt es mehr Anmeldungen als Plätze, in anderen ist es umgekehrt.

Kreis muss Umverteilung garantieren

Hier muss der Kreis jetzt für eine Umverteilung sorgen, damit alle Kindergärten ausgelastet sind und sich jede Einrichtung finanzieren kann. Denn die Zuschüsse fließen künftig nicht mehr pro Gruppe, sondern pro Kind. Die Elternbeiträge richten sich nach dem Alter des Kindes und den Betreuungsstunden. Zur Auswahl stehen 25, 35 oder 45 Stunden pro Woche.

Bei der Umverteilung von Kindergärten mit zu vielen auf Tageseinrichtungen mit zu wenigen Anmeldungen wird der Kreis sicherlich behutsam vorgehen und zunächst einmal den Zweitwunsch der Eltern berücksichtigen.

In einem Jahr wird der Kindergartenbedarfsplan mit den dann vorliegenden Erfahrungen neu gefasst.

Lesen Sie jetzt