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Blick zurück: Brot und Speck für Arme

OLFEN Noch druckfrisch ist der 32. Band der „Geschichtsblätter Kreis Coesfeld“, in einer Auflage von 800 Stück, herausgegeben vom Kreisheimatverein. Mit dabei auch zwei Beiträge von Olfener Gastautoren, die tief in der Geschichte gegraben und Interessantes zu Tage befördert haben.

von Von Edith Möller

, 22.02.2008

Das 280 Seiten starke Buch beinhaltet acht Beiträge. Für 10 Euro ist es bei der Buchhandlung Pellmann, beim Reisebüro Brandt und bei Schreibwaren Schmid zu kaufen. Gastautor Pfarrer Dr. Clemens Engling aus Olfen hat sich des berühmten Dülmener Dichters Clemens Brentano angenommen, der die Wohn- und Lebensverhältnisse in einem Tagebuch aufgeschrieben hat, das auf 18 000 Seiten anwuchs. Darin beschreibt der Dichter auch die Begegnung mit Anna-Katharina Emmerick und die Faszination, die von ihr ausging. Viele Jahre haben sie sich besucht und viele Gespräche geführt.

Geschichten aus den Orten

Ein „alter Hase“ ist Ludwig Pago. Seit 1992 schreibt er für die jährlich erscheinenden Geschichtsblätter. Diesmal über „Das Olfener Armenwesen in fürstbischöflich-münsterischer Zeit“. 1991 auf der Kreisheimat-Tagung in Lette hat Leo Schulze Althoff ihn beim Vorsitzenden des Arbeitskreises Geschichte und Archivwesen als Autor vorgeschlagen. Dem Kreisheimatverein ist es ein Anliegen, dass alle Heimatvereine über ihre Ortsgeschichte berichten.

Aufwändige Recherche

Doch vor dem Schreiben, beginnt die aufwändigste Arbeit, nämlich die Recherche. Und die führt Ludwig Page immer wieder viele Stunden ins Pfarrarchiv und ins Bistumsarchiv nach Münster. Über das Armenwesen hat er 20 Seiten zusammen getragen. Nicht immer einfach, denn auch das Entziffern der alten Schriften und Abkürzungen will gekonnt sein.Sein Werk ist vielseitig. Übersichtlich aufgeteilt beschreibt der Autor den geschichtlichen Hintergrund, die Verwaltung der Armenkasse, Beihilfen für Kleidung, Schuhe und Holschken, Arztkosten und christliche Begräbnisse. Es geht um Brot und Speck, um Kollekten, um fremde und eigene Arme, um die Gruppe der „Verbrannten“ (Brandgeschädigte), um das Siechenhaus und das Armenhaus. 

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