Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Energie aus der Steveraue

OLFEN Heckrinder, Koniks und Esel weiden in der Steveraue. Olfen hat so einen landwirtschaftlichen Betrieb. Doch nun möchte man die Steveraue auch als Energiequelle nutzen. Und es scheint durchaus möglich zu sein. Mit dem Kooperationspartner Gelsenwasser und der westfälischen Kunststofftechnik GmbH beteiligt sich die Stadt Olfen am Wettbewerb "Energie NRW". Arbeitstitel des Konzepts ist "Wärmesenke Steveraue". Beigeordneter Willi Sendermann stellte dem Bauausschuss gestern das Projekt vor.

von Von Theo Wolters

, 20.02.2008

Ziel ist es, die Steveraue zur Engergiewinnung zu nutzen. "Das Modellprojekt dient der Entwicklung oberflächennaher Wärmegewinnung in Einzugsgebieten mit schwankenden Grundwasserständen, wie es die Steveraue ist", so der Beigeordnete.

Gespeicherte Sonnenenergie

Die für die Nutzung relevante Wärme der Erde ist gespeicherte Sonnenenergie, die durch direkte Einstrahlung, durch Wärmeübertragung aus der Luft, durch Niederschläge in das Erdreich und die Wärmeübertragung aus dem Schichtenwasser in ein Leitungssystem übergeht.

Projekte mit einer Verbindungsleitung von einem Kilometer sind bereits in Betrieb. "Doch sieben Kilometer lange Leitungen hat noch niemand gemacht", so der Beigeordnete. Als Wärmeträger ist eine Sole vorgesehen. Mit der Wärmegewinnung könnten das Gesamtschulzentrum und auch die Ballsporthalle versorgt werden. In die Steveraue würde ein Erdwärmekollektor eingebracht. Die Gesamtausgaben würden sich auf rund 318 000 Euro belaufen.

Antrag auf Förderung eingereicht

Eine 50-prozentige Förderung wäre durch diesen Wettbewerb möglich. Die Stadt Olfen hat den Antrag eingereicht. Eine endgültige Entscheidung über die Realisierung erfolgt nach Beurteilung durch Gutachter und eine unabhängige Jury. Sie werden dem NRW-Ministerium für Wirtschaft und Energie eine Auswahl förderungswürdiger Projekte vorschlagen.

"Wenn die Förderung nicht kommt, ist das Projekt aber noch nicht gestorben", so Willi Sendermann. Dann müsste man eine neue Wirtschaftlichkeitsberechnung erstellen.

Josef Himmelmann ergänzte, man wolle so viel Energie wie möglich erzeugen: "Dies ist eine gute Möglichkeit." Und die Steveraue wäre groß. "Diese Energiegewinnung ist im gesamten Bereich der Steveraue möglich. Warum soll sie nicht auch in Zukunft für Wohnhäuser nutzbar sein."

Lesen Sie jetzt