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Olfen will Strom von der Holding Münsterland

OLFEN Strom und Gas in Eigenregie: Mit den Plänen für die Gemeinsamen Stadtwerke Münsterland (GSM) geht es nun einen konkreten Schritt voran.

von von Matthias Münch

, 29.02.2008

  Mit acht weiteren Kommunen im Kreis Coesfeld will die Stadt Olfen die Energieversorgung wieder in die eigenen Hände nehmen (wir berichteten). Gestern hat Bürgermeister Josef Himmelmann alle erforderlichen Informationen an die Ratsmitglieder verschickt.

Pachtmodell

Nachdem eine zunächst geplante Kooperation mit den Stadtwerken Lengerich gescheitert ist, haben sich die neun Bürgermeister jetzt auf ein Modell geeinigt, das ihnen tragfähig erscheint. Es sieht folgendermaßen aus: Ascheberg, Billerbeck, Havixbeck, Lüdinghausen, Nordkirchen, Nottuln, Olfen, Rosendahl und Senden gründen je eine Eigengesellschaft, die "Netz GmbH".

"Netzbetriebsgemeinschaft mbH & Co KG"

Gemeinsam gründen diese neun Städte und Gemeinden eine "Netzbetriebsgesellschaft mbH & Co KG", die die Netze von den einzelnen Gesellschaften pachtet und betreibt. Aus den Pachtzahlungen refinanzieren die örtlichen Gesellschaften den Netzkauf. Über den Pachtvertrag bringen sie auch ihre Konzessionen in die Betriebsgesellschaft ein. Diese zahlt die Konzessionsabgaben (Entgelt für Wegerechte) an die Kommunen.

Stadtwerke-Gesellschaft

Die neun Kommunen gründen außerdem zusammen eine Stadtwerke-Gesellschaft, die in Sparten aufgeteilt wird. Neben Strom und Gas könnten weitere Infrastruktur-Sparten treten wie Abfall- oder Abwasserwirtschaft. Jede Sparte wird in die Rechtsform einer GmbH gegossen. Ihr Dach sind die Gemeinsamen Stadtwerke Münsterland als "GSM Holding GmbH & Co. KG".

Gleiche Anteile für die Kommunen

An der Holding sollen alle neun Kommunen zu gleichen Teilen, also zu je 11,11 % beteiligt sein. Sie zahlen alle die gleichen Anteile ein, tragen alle das gleiche Risiko und bekommen alle den gleichen Gewinnanteil.

Anders sieht es bei der Betriebsgesellschaft für die Netze aus. Hier richten sich die Anteile je zur Hälfte nach Fläche und Einwohnerzahl der Kommunen. So soll Lüdinghausen als größte Stadt mit 17,8 %, Nordkirchen mit 7,2 % und Olfen mit 7,8 % beteiligt werden.

"Wir sind überzeugt, dass wir damit auf einem guten Weg zu den Stadtwerken Münsterland sind", erklärt Josef Himmelmann. Man wolle alles so gestalten, dass sich später auch andere Kommunen daran beteiligen können.

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