Partnerin getötet: Siebeneinhalb Jahre Haft für 81-Jährigen

Urteil

Mit Hammer und Messer tötete ein 81-Jähriger seine 73-Jährige Lebensgefährtin. Nun wurde er zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt. Auslöser sei ein Streit über das Heckenschneiden gewesen.

Essen

08.10.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der 81-Jährige berief sich beim Prozess auf Erinnerungslücken.

Der 81-Jährige berief sich beim Prozess auf Erinnerungslücken. © picture alliance/dpa

Nach der grausamen Tötung seiner Partnerin ist ein 81-Jähriger aus Gladbeck zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der Angeklagte hatte im März 2020 mit einem Hammer auf seine 73-jährige Lebensgefährtin eingeschlagen und anschließend immer wieder mit einem Messer zugestochen. Die Ärzte hatten allein an der linken Schläfe 26 Hautdurchtrennungen gezählt.

Im Prozess vor dem Essener Schwurgericht bestritt der Angeklagte die Tat zwar nicht, berief sich aber auf Erinnerungslücken. Das Urteil von Mittwoch lautet auf Totschlag. Das Paar hatte sich über eine Anzeige in einer Kirchenzeitung kennengelernt und rund 16 Jahre lang zusammengelebt. Nach Angaben des 81-Jährigen sei zuletzt jedoch immer häufiger gestritten worden.

Auch am Tattag habe es Streit gegeben, diesmal über das richtige Beschneiden der Sträucher im Garten. Außerdem habe ihn seine Partnerin beleidigt und aufgefordert, die gemeinsame Wohnung zu verlassen. „Ich muss das wohl gemacht haben - in irgendeinem Zustand“, hatte der Angeklagte im Prozess angegeben. Es müsse sich um eine „Kurzschlussreaktion“ gehandelt haben, die er sich nicht erklären könne.

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