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Paukenschlag in Dorsten: TVW-Basketballer schlagen Spitzenreiter

DORSTEN Mit einem Paukenschlag haben die Regionalliga-Basketballer des TV Werne die beeindruckende Siegesserie von Liga-Primus BG Dorsten beendet. Nach 18 Siegen in Folge hat das Team von Alois Buschmann erfahren müssen, wie bitter Niederlagen sein können – vor allem, wenn man so kurz vor dem Meisterstück steht, wie es die Dorstener tun.

von Von Dominik Möller

, 24.02.2008
Paukenschlag in Dorsten: TVW-Basketballer schlagen Spitzenreiter

Nemanja Krstic (l.) und der TV Werne feierten ihren Punktgewinn in Dorsten.

BG Dorsten - TV Werne 84:92 (24:25, 15:18, 11:10, 25:28) - Spitzenreiter gegen Bronzeanwärter stand drauf - Spitzenspiel war drin. Höhen, Tiefen, Freud und Leid - das Paket war fest geschnürt. Es war ein Leckerbissen, "Werbung für den Basketballsport", so Ivan Rosic, Trainer der Werner Korbjäger. Wie überraschend der Erfolg aber wirklich war, das zeigte sich erst nach dem Spiel.

Rosic' Handy stand nicht still. Hier eine SMS, da ein Glückwunschanruf. Die Nachricht, dass die Werner den Spitzenreiter besiegt hatten, breitete sich schneller aus, als Nebel über der Lippe. Richtig glauben konnte es niemand - dennoch riefen alle an. "Das war schon komisch, das Telefon hat gar nicht aufgehört zu piepen", so Rosic. Das Grinsen, das er nach dem Überraschungscoup an der Juliusstraße aufgesetzt hatte, wirkt wie eingemeißelt. Freude eben. Pur.

Doch nicht nur Rosic strahlte über beide Ohren. Am Samstagabend in der Brasserie, wo Rosic & Co. den Erfolg feierten, herrschte ausgelassene Stimmung. Das bestimmende Gesprächsthema, klar: der Auswärtssieg. "Damit war ja im Vorfeld nicht wirklich zu rechnen", so Rosic und ergänzt: "Gut fühlt es sich trotzdem an." Vor allem die Art und Weise wie sich sein Team in Dorsten präsentiert hat, machte den TV-Coach stolz. "Auf eine Mannschaft mit soviel Stärke, soviel Siegeswillen und soviel Charakter kann man nur stolz sein", sagt Rosic. Und meint es auch.

Werner wuchsen über sich hinaus

Im Vorfeld der Partie, schienen die Fronten schon geklärt zu sein. Die Werner waren ohne richtiges Training - Krankheiten und Wehwehchen bestimmten den TV-Wochenplan. Und dann das. Zwar sah man den Wernern an, dass sie nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte waren, das spielte allerdings keine Rolle. Nicht mal annähernd.

Außerdem sprang Jens Langos in der ersten Halbzeit in die Bresche, spielte wie im Rausch und erzielte 14 seiner 16 Punkte in der ersten Halbzeit. Andersrum lief es bei Flem Tucker, Radovan Cavlin und Max Schulze Pals - das Trio ließ es nach dem Seitenwechsel richtig krachen. Tucker wühlte und ackerte, Cavlin sammelte eifrig Punkte an der Freiwurflinie - wobei er durch den hohen Kräfteverschleiß auch noch einige Zähler liegen ließ.

Und Schulze Pals war am Ende zur Stelle, als es kribbelig wurde. Die Tatsache, dass mit Jens Langos und Nemanja Krstic zwei Leistungsträger früh im vierten Viertel mit dem fünften Foul ausschieden, interessierte das Team von Ivan Rosic nicht - es blieb auf Kurs. Nicht nur Frederik Meinert riss sich vor allem in der Defensive den Allerwertesten auf, die Gäste waren immer einen Tick bissiger und energischer als die Hausherren. Und das hat sich ausgezahlt - der Spitzenreiter war geschlagen.

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