„Pfarrhaus-Räuber“ in Bochum verurteilt

Landgericht Bochum

Raub, Diebstahl und Freiheitsberaubung: Eine Familie hatte es im Ruhrgebiet vor allem auf Pfarrhäuser abgesehen. Eine Rentnerin ertappte die Bande auf frischer Tat. Jetzt wurden sie verurteilt.

Bochum

01.02.2020, 12:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
„Pfarrhaus-Räuber“ in Bochum verurteilt

Eine Einbrecher-Familie hatte es vor allem auf Pfarrhäuser und Gemeindebüros abgesehen: Jetzt sind sie in Bochum verurteilt worden. (Symbolbild) © Frank Rumpenhorst/dpa

Nach einer Serie von Einbrüchen in Pfarrhäuser ist ein 45-jähriger Mann aus Gelsenkirchen zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Der Angeklagte war mit seinem Sohn zwischen 2017 und 2018 immer wieder in Pfarrhäuser eingebrochen - und zwar meist dann, wenn der Pfarrer gerade im Gottesdienst war.

„Gewohnheits-Verbrecher“ erbeuteten Schmuck und Bargeld

Die Beute bestand vor allem aus Schmuck und Bargeld. Die Tatorte lagen im Ruhrgebiet, im Münsterland und im Rheinland. Gegen den Sohn des 45-Jährigen verhängte das Bochumer Landgericht am Freitagnachmittag neun Jahre und neun Monate Haft, gegen die Ehefrau sechs Jahre Haft. Die Familie spähte ihre Einbruchsziele ganz genau aus.

Richter Josef Große Feldhaus bezeichnete die Angeklagten als „Gewohnheits-Verbrecher“. Legale Einkünfte hätten sie nie gehabt. „Man hat alles, was man zum Leben benötigt, aus Diebstählen und Raubtaten finanziert.“

Rentnerin ertappte die Bande

Eine 83-jährige Frau aus Mülheim, die die Angeklagten auf frischer Tat ertappt hatte, war brutal geschlagen, mit einem Messer bedroht und eingesperrt worden. Die Urteile lauten auf Raub, Diebstahl, Freiheitsberaubung und Körperverletzung.

Der Serbe und Sohn waren bereits in den Niederlanden und in Österreich wegen einschlägiger Taten zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

dpa

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