Piraten plünderten schon in der Antike auf dem Mittelmeer

Varusschlacht-Museum

Schon vor 4000 Jahren gab es Piraten. Das archäologische Museum zur Varusschlacht in Kalkriese greift in diesem Jahr in einer Sonderausstellung die Mittelmeer-Piraterie in der Antike auf und zeigt auch historische Wrackteile.

BRAMSCHE

, 08.03.2016, 15:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Schiffswrack im Meer vor Griechenland - historisch interessant, bietet es aber auch vielen Tieren eine Heimat.

Ein Schiffswrack im Meer vor Griechenland - historisch interessant, bietet es aber auch vielen Tieren eine Heimat.

Das Varusschlacht-Museum in Bramsche-Kalkriese beschäftigt sich in diesem Jahr mit Piraten in der Antike auf dem Mittelmeer. Die Sonderausstellung "Gefahr auf See - Piraten in der Antike" zeigt von April bis Oktober die Geschichte der Piraten von den Anfängen im Jahr 2000 vor Christus bis zum Piratenkrieg des römischen Feldherren Gnaeus Pompeius Magnus etwa 70 vor Christus.

Einblick in die Unterwasserarchäologie

Zu sehen seien viele Exponate aus italienischen Museen, die Italien noch nie verlassen hätten, darunter auch Wrackteile. Die Ausstellung wolle einen Einblick geben in die Welt der Unterwasserarchäologie, aber auch den Bogen schlagen zur Gegenwart. Dabei gehe es nicht nur um die Piratenbanden vor der Küste Afrikas, die vor einigen Jahren den internationalen Seehandel bedroht haben. Auch ein Thema wie Markenpiraterie werde angesprochen.

Auch die archäologische Forschung soll im Sommer in Kalkriese fortgesetzt werden. Die Grabungen stünden unter der Leitfrage, inwieweit sich nach der Varusschlacht die germanischen Siedlungen in der Region veränderten.JG

Varusschlacht-Museum: "Die Varusschlacht im Osnabrücker Land: Gefahr auf See", Venner Str. 69, Bramsche, 23.4. bis 3.10., Mo-So 10-18 Uhr.