Pläne für einen „Gesundheitscampus Westmünsterland“ in Bocholt

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Es gibt Pläne für eine neue Akademie für Pflegefach- und Rettungsdienstberufe in Bocholt. Vertreter der Fachhochschule Münster und des St.-Agnes-Hospitals haben ihre Pläne jetzt vorgestellt.

von Ludwig van der Linde

Bocholt

, 14.05.2020, 15:35 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Neubau für den „Gesundheitscampus Westmünsterland“, der schon im Studiensemester 2021/2022 an den Start gehen könnte, soll in unmittelbarer Nähe zum Krankenhaus entstehen.

Carsten Schröder, Vizepräsident der Fachhochschule Münster, sowie Dr. Olaf Baumhove, stellvertretender ärztlicher Direktor des St.-Agnes-Hospitals, und Klaus Ehling, Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums Westmünsterland, wollen die akademischen Bildungsangebote für Gesundheitsfachberufe in Bocholt ermöglichen. Sie erwarten pro Semester zwischen 125 und 140 Studierende.

Verschiedene Fachschulen für den Rettungsdienst schon vorhanden

Die Voraussetzungen für einen „Gesundheitscampus“ scheinen nach ihrer Ansicht ideal: Das Bocholter Krankenhaus als Lehrkrankenhaus verfügt bereits über eine breite und moderne Infrastruktur. Außerdem besitzt Bocholt schon eine Feuer- und Rettungsdienstakademie (FRB), also eine Berufsfachschule für Rettungsdienst und Brandschutz.

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Für die FRB sucht die Stadt seit geraumer Zeit nach Möglichkeiten, sie zu erweitern. Zuletzt war geplant, sie am Standort an der Kaiser-Wilhelm-Straße auszubauen. Diese Pläne sollen jetzt gestoppt werden, kündigte Erster Stadtrat Thomas Waschki an.

Neubau könnte am Krankenhaus entstehen

Als Standort für den Neubau der Akademie ist das Grundstück östlich des Barloer Weges geplant, das sich im Besitz der Krankenhaus-Stiftung befindet (in der Nähe der neuen Parkplätze der Krankenhaus-Mitarbeiter). Gleichzeitig plant die Stadt dort auf den stadteigenen Freiflächen zurzeit das „Neue Zentrum“ Stenern mit Wohnungen, Dienstleistern und einem Supermarkt. Die Bildungsakademie soll zusammen mit der Feuer- und Rettungsakademie Bocholt und einer schon länger geplanten Kindertagesstätte nördlich der neuen Erschließungsstraße entstehen.

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Zahlen, wie viel das Projekt insgesamt kosten wird, wurden nicht genannt. Klar sei aber, dass sich das Land NRW beteiligen muss, um das Vorhaben in die Tat umzusetzen.

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