Polizei stoppt jedes Auto an der Grenze – Erste Hinweise nach Mordanschlag auf Anwalt

hzMordanschlag in Gronau

Nach den Schüssen auf einen Anwalt in Gronau haben jetzt die niederländischen Behörden die Ermittlungen an sich gezogen. Am Mittwochmorgen stoppte die Polizei an der Grenze alle Fahrzeuge.

Gronau

, 20.11.2019, 11:53 Uhr / Lesedauer: 1 min

Geduld mussten Autofahrer am Mittwochmorgen am Grenzübergang Glane in Gronau mitbringen. Die niederländische Polizei kontrollierte dort jedes Fahrzeug, das die Grenze passieren wollte.

Hintergrund ist der Mordanschlag auf einen 43-jährigen niederländischen Anwalt am Morgen des 6. November. Der in Gronau lebende Anwalt wurde aus einem auffälligen, silbergrauen Polo heraus beschossen und von mindestens einer Kugel schwer verletzt. Laut Medienberichten haben die niederländischen Ermittlungsbehörden den Fall inzwischen an sich gezogen und die Ermittlungen federführend übernommen.

Jetzt lesen

Bei den Grenzkontrollen am Mittwochmorgen ging es bei der Befragung der Fahrzeugführer durch die Polizei um den Anschlag auf den Anwalt. Die Polizei fragte Passanten nach Beobachtungen. Wie die niederländische Tageszeitung Tubantia in ihrem Online-Auftritt berichtet, offenbar mit Erfolg.

„Wir haben bereits mit einigen Leuten gesprochen, die Details gesehen haben, die zum Zeitpunkt des Vorfalls auch die Grenze überschritten haben und die uns einige neue Informationen mitteilen konnten. Natürlich müssen wir es noch untersuchen und verifizieren“, berichtete Chantal Westerhoff, Sprecherin der Polizei Twente, der Tageszeitung vor Ort. Weitere Details will sie mit Blick auf die laufenden Ermittlungen nicht nennen.

Polizei stoppt jedes Auto an der Grenze – Erste Hinweise nach Mordanschlag auf Anwalt

Aus diesem Polo heraus soll auf den Anwalt geschossen worden sein. © Polizei

Auffälliger Polo wird gesucht

Ihr Augenmerk richteten die Polizeibeamten dabei besonders auf Fragen nach dem auffälligen VW-Polo mit niederländischem Kennzeichen, aus dem heraus auf den Anwalt geschossen wurde. Der Wagen hatte auffällige Sportfelgen und soll zur Tatzeit mit mehreren Personen besetzt gewesen sein.

Jetzt lesen

Wie berichtet, wurde der 43-jährige Anwalt am Mittwoch, 6. November, in der Losserstraße in Gronau, nur einen Steinwurf von seiner Wohnung entfernt, von Unbekannten angeschossen. Der Anwalt wurde schwer verletzt, ist aber inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen worden.

Die Behörden vermuten einen Zusammenhang zwischen der Tat und der Tätigkeit des Anwalts als Insolvenzverwalter. Laut niederländischen Medien wurde der Anwalt in letzter Zeit ernsthaft bedroht und stand auch schon unter Polizeischutz.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt