Private Feiern, Fußball & Co: Diese neuen Corona-Regeln gelten ab sofort in NRW

Coronavirus

Das Land NRW hat einheitliche Regeln für alle Kommunen erlassen, die die 7-Tage-Schwellenwerte von 35 bzw. 50 Neuinfektionen erreicht haben. Alle Neuregelungen in der Übersicht.

NRW

13.10.2020, 08:02 Uhr / Lesedauer: 2 min
Fußballfans dürfen ab einer Kennzahl von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in 7 Tagen auch auf ihren Plätzen die Masken nicht mehr abnehmen.

Fußballfans dürfen ab einer Kennzahl von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in 7 Tagen auch auf ihren Plätzen die Masken nicht mehr abnehmen. © picture alliance/dpa

In NRW dürfen bei Familienfeiern oder Hochzeiten außerhalb der eigenen vier Wände grundsätzlich nur noch 50 Gäste anwesend sein. Ein entsprechender Erlass für alle Kommunen ging am Montag an die Bezirksregierungen.

Einheitliche Regeln gibt es mit dem Erlass auch für Kreise und Städte, in denen die wichtige Neuinfektions-Kennzahl über 35 oder gar 50 steigt. Zunächst gilt unter anderem eine Maskenpflicht auch am Sitzplatz bei Konzerten oder Sportveranstaltungen.

Ab der 50er-Marke sollen die Kommunen auch Sperrstunden verhängen.

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will die Regeln am Freitag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei einem Gipfel mit allen Oberbürgermeistern und Landräten besprechen.

  • Veranstaltungen: Durch den Erlass des Gesundheitsministeriums werden ab 35 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen Veranstaltungen und Versammlungen mit mehr als 1000 Personen verboten. Steigt der Wert über 50, sind nur 500 Personen im Außenbereich und 250 Personen in geschlossenen Räumen erlaubt. Ausnahmen sind Demos - solange sie unter Corona-Bedingungen stattfinden - und zum Beispiel Parteitage, die gesetzlich stattfinden müssen.
  • Feiern: Grundsätzlich sind außerhalb der eigenen Wohnung nur 50 Gäste erlaubt. Steigt die Neuinfektionszahl über 50, sind nur noch 25 Feiernde erlaubt. Das betrifft bereits jetzt viele Großstädte und Kreise in NRW. Darunter Köln, Düsseldorf oder Essen.
  • Stammtisch und Treffen: Bislang dürfen sich in der Öffentlichkeit - jenseits von Feiern - bis zu zehn Personen aus verschiedenen Haushalten zum Beispiel zum Bier an einem Tisch treffen. In 50er-Regionen wird diese Zahl durch den Erlass auf fünf Personen begrenzt.
  • Stadion/Konzert: Bisher durfte man zum Beispiel bei einem Konzert oder einem Fußballspiel unter Corona-Bedingungen am Sitz- oder Stehplatz die Maske abnehmen. Das ist ab einer Kennzahl von 35 vorbei. Dann gilt dort eine durchgehende Maskenpflicht.
  • Sperrstunde: „Festlegung reduzierter Öffnungszeiten gastronomischer Einrichtungen und zeitlich entsprechender Verkaufsverbote für alkoholische Getränke“, heißt es als Vorgabe für Kommunen ab der Kennzahl 50. Düsseldorf hat bereits vorgemacht, was das heißt: Ab 1 Uhr ist dort Schicht in der Altstadt, auch bekannt als „Längste Theke der Welt“.

Ministerpräsident Laschet lädt für Freitag (13 Uhr) alle Oberbürgermeister und Landräte des Landes zu einem Austausch ein. Er wolle den Vertretern der Kommunen die jüngsten Beschlüsse des Kabinetts sowie die Ergebnisse der am Mittwoch anstehenden Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundeskanzlerin erläutern, hieß es aus Regierungskreisen.

Laschet sieht demnach bei den Kommunen eine herausragende Rolle, um die Pandemie zu bekämpfen. Bei der Video-Schalte sollen auch Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) und Kommunalministerin Ina Scharrenbach (CDU) dabei sein.

dpa

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