Rechtsextremismus in Dortmund

Rechtsextremismus in Dortmund

Rund 2000 Menschen haben am Montagabend eine Kundgebung von Neonazis gestört und gegen Rechtsextremismus protestiert. Die Neonazis hingegen ließen auf sich warten.

Weil er einen jungen Mann mit Pfefferspray angegriffen haben soll, sitzt ein bekannter Dortmunder Neonazi seit Samstag in U-Haft. Das hat auch Auswirkungen auf die Demo am Montag.

Die großen antifaschistischen Bündnisse Dortmunds haben für Montag drei Kundgebungen rund um den Hauptbahnhof angemeldet. So wollen sie einen Nazi-Demozug durch die Nordstadt verhindern. Von Thomas Thiel

Weil ein Zeuge schnell die Polizei informiert hat, konnten die Beamten drei Jugendliche festnehmen. Vermutlich haben sie Hakenkreuze auf den Boden einer Dortmunder Unterführung gesprüht. Von Martina Niehaus

Rechtsextreme sind am Montagabend (7. Oktober) durch die Dortmunder Nordstadt gezogen. Die Demonstration wurde von Gegenprotest inklusive Sitzblockade begleitet. Es gab mehree Strafanzeigen. Von Kevin Kindel, Michael Nickel

Rechtsextreme nutzen auf ihren Demonstrationen häufig Parolen knapp an der Grenze zur Strafbarkeit. Ein Gericht hat jetzt entschieden, welche Formulierungen verboten werden.

Die Neonazi-Partei Die Rechte hat ihre vierte Demonstration innerhalb von acht Tagen angemeldet - die zweite in der Nordstadt. Es gibt strenge Auflagen, Busse und Bahnen sind betroffen.

Eine Woche nach ihrer letzten Standkundgebung wollen Neonazis erneut in der Nordstadt demonstrieren. Die Polizei prüft, ob sie gegen die Demo-Anmeldung vorgehen kann.

Zum dritten Mal versammelten sich Demonstranten vor dem Thor-Steinar-Geschäft am Brüderweg. Zur Zukunft des Ladens formulierten sie klare Forderungen. Von Marie Ahlers, Rüdiger Barz

In der Halbzeit des BVB-Heimspiels gegen Bayer Leverkusen tauchte ein ungewöhnliches Banner auf der Nordtribüne des Signal Iduna Parks auf. Der BVB dankte seinen Fans. Das steckt dahinter. Von Thomas Thiel

Ein 20-Jähriger ist am Donnerstagabend in einer S-Bahn plötzlich angegriffen worden. Der Tatverdächtige soll vorher Teil einer Nazi-Demo gewesen sein. Eine Sonderkommission ermittelt.

Der BVB und viele Fanclubs haben zum Protest gegen eine Nazi-Demo am Samstagmittag aufgerufen. Die Rechtsradikalen demonstrierten direkt an einer der Haupt-Fanrouten zum Signal Iduna Park. Von Kevin Kindel, Thomas Thiel

Der bekannte Neonazi SS-Siggi soll einem 25-Jährigen einen Gehstock ins Gesicht geschlagen haben. Jetzt sucht eine Sonderkommission Zeugen des Angriffs vom Samstagmittag.

Rechtsextreme haben für die kommenden Tage gleich drei Kundgebungen in der Dortmunder Innenstadt angemeldet. Sie wollen gegen den Graffiti-Einsatz der Polizei in Dorstfeld protestieren. Von Kevin Kindel

Ende August hat mit dem Bekleidungsgeschäft Tønsberg eine Filiale der bei Rechtsextremen beliebten Marke Thor Steinar in Dortmund eröffnet. Immer montags wird jetzt dagegen demonstriert. Von Kevin Kindel, Wilco Ruhland

Drei bekannte Dortmunder Rechtsextremisten sind am Samstag in Dorstfeld festgenommen worden - unter ihnen nach Informationen unserer Redaktion der als SS-Siggi bekannte Neonazi.

Unbekannte haben das Schild der Thor-Steinar-Filiale mit Farbe beschmiert. Auch in anderen Städten hat es bereits Farb-Angriffe auf Geschäfte der Marke gegeben. Von Marie Ahlers

Graffiti-Sprayer haben am Freitag in Dorstfeld das „Nazi-Kiez“-Graffito unter neuer Kunst verschwinden lassen - unter den Augen der Behörden. Sogar der allerhöchsten. Das steckt dahinter. Von Kevin Kindel

Keine ganze Woche nach Eröffnung des Thor-Steinar-Ladens Tønsberg will der Vermieter das Geschäft aus seinem Haus bekommen. Der Mann hofft jetzt auf die Unterstützung der Stadtverwaltung. Von Kevin Kindel

Die Eröffnung eines Ladens der Modemarke Thor Steinar sorgt für viele Diskussionen - bisher vor allem in der virtuellen Welt. Die Stadt Dortmund hat sich zur Sache geäußert. Von Felix Guth

In der Dortmunder City werden am Freitag viele Polizisten zu sehen sein: Nazis haben eine Demo angemeldet. Sie wird ein breiter Gegenprotest empfangen – unter anderem von „Fridays for Future“. Von Thomas Thiel

Bei einer Durchsuchung hat die Polizei Waffen und Gegenstände, die auf rechtes Gedankengut hindeuten, in einer Dorstfelder Wohnung gefunden.

In Kassel haben 120 Rechtsextreme demonstriert, darunter auch Dortmunder Mitglieder der Partei Die Rechte. Nahe des Büros des ermordeten Politikers Walter Lübcke trafen sie auf Gegenprotest.

Dortmund war Ziel einer Razzia des Bundeskriminalamts gegen Hasskommentare im Internet. Bundesweit durchsuchten Polizisten Wohnungen. In Dortmund waren sie an einer bekannten Adresse.