Reisebranche fordert milliardenschweren Rettungsfonds

Coronavirus

Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft befürchtet wegen der Corona-Krise eine Pleitewelle. Deshalb fordert er finanzielle Hilfen in Milliardenhöhe - Jobs seien in Gefahr.

Berlin

17.05.2020, 10:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Spiekeroog: Spaziergänger laufen über die Dünen. Zahlreiche Menschen haben die Tourismus-Lockerungen diese Woche genutzt und sind zum Urlaub auf die Ostfriesischen Inseln gefahren.

Spiekeroog: Spaziergänger laufen über die Dünen. Zahlreiche Menschen haben die Tourismus-Lockerungen diese Woche genutzt und sind zum Urlaub auf die Ostfriesischen Inseln gefahren. © picture alliance/dpa

Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft befürchtet wegen der Corona-Krise eine Pleitewelle in der Branche. Nötig sei ein milliardenschwerer Rettungsfonds.

Forderung: 5000 bis 13.000 Euro pro bedrohtem Arbeitsplatz

Die aktuellen Kreditprogramme trieben die meisten Unternehmen nur in die Überschuldung, sagte Verbandspräsident Michael Frenzel der "Bild am Sonntag". "Daher brauchen wir einen Rettungsfonds, der hilft, Verluste von mindestens 16 Milliarden Euro abzufangen."

Konkret forderte Frenzel, dass der Staat mit 5000 bis 13.000 Euro pro bedrohtem Arbeitsplatz einspringt, insgesamt seien 1,2 Millionen Jobs in Gefahr. Frenzel sagte weiter: “Der Tourismuswirtschaft werden allein im Jahr 2020 mehr als 100 Milliarden Umsatz fehlen.”

RND/dpa

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