Restmüllgebühren im Kreis Borken könnten leicht sinken

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Gute Nachrichten für Haushalte im Kreis: Die Müllgebühren könnten aus Sicht der Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland leicht sinken. Die Entscheidung treffen aber die Räte vor Ort.

von Josef Barnekamp

Borken

, 03.10.2020, 13:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Gebühren für Restabfall sollen leicht sinken, beim Biomüll und bei den Grünabfällen soll alles beim Alten bleiben. Das jedenfalls schlägt die Kreisverwaltung dem Kreistag vor, der am kommenden Donnerstag (8. Oktober) im Ahauser Kulturquadrat tagt.

Die Preise von 207 Euro für Restabfall, 87 für Biomüll und 38 Euro Grünabfall sollen für jede Tonne gelten, die aus den Kommunen bei der Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland (EGW) angeliefert werden. Wie sehr sich die zur Abstimmung stehenden neuen Gebührensätze in den Kommunen auswirken, hängt vom Abfuhrrhythmus vor Ort, dem Entsorgungsangebot und dem Verhandlungsgeschick der Kommunen bei den Vertragsgesprächen mit ihren jeweiligen Müllabfuhr-Unternehmen ab.

Gebühren vor Ort werden auch vor Ort entschieden

Bei der 100-prozentigen Kreis-Tochter EGW, die den Müll im Auftrag des Kreises verarbeitet, kommen jährlich rund 55.000 Tonnen kommunaler Restabfall, rund 107.000 Tonnen Bioabfall und 31.000 Tonnen Grünreste zusammen. Während der Restabfall vornehmlich aus den Städten und Gemeinden der Region stammt, wird Grün- und Bioabfall auch aus anderen Regionen herangekarrt, um die Anlagen besser auszulasten und die Abfallentsorgung für den Gebührenzahler günstiger zu machen. Für die Gelbe Tonne zahlen die Bürger keine Gebühr.

Wie die EGW-Geschäftsführung in der Sitzungsvorlage erläutert, stiegen die Kosten für jede Tonne Restabfall zwar leicht an, weil aber gleichzeitig weniger Geld in die Rekultivierung der Altdeponien gesteckt werden müsse und man Geld aus einer Rückstellung nehmen könne, werde es unterm Strich in diesem Bereich etwas günstiger.

Erlöse im Altpapiergeschäft brechen ein

Einen Einbruch gibt es hingegen beim Altpapiergeschäft. Hier erwarte man nach Erlösen in diesem Jahr in Höhe von rund 955.000 Euro im kommenden Jahr nur noch gut die Hälfte. Grund sind der eingebrochene Export in asiatische Länder und eine coronabedingte Unterbrechung der Lieferketten.

Auch bei Alttextilien ist die Lage schlecht. Hier geht die EGW davon aus, dass weniger Geld beim Verkauf hereinkommt als das Sammeln über die einheitlichen Container vor Ort kostet. Beim Elektroschrott kommen immerhin noch rund 120.000 Euro in die Kasse.

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