Ruhr Museum schließt Lücken im Fotoarchiv

111.118 Negative

Mit dem Ankauf von Fotos von Diether Münzberg, Klaus Sannemann und Joachim Schumacher erweitert das Ruhr Museum in Essen seine Sammlung. 111118 Negative und zahlreiche Vintage- und Modern-Prints der Fotografen schließen Sammlungslücken des Museums. Zu den Neuerwerbungen gehören spannende Bilder.

ESSEN

, 11.07.2016, 13:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
In seinen Fotos hat Klaus Sannenmann das Arbeitsleben im Ruhrgebiet dokumentiert. Wie hier in der Kokerei Hansa in Dortmund.

In seinen Fotos hat Klaus Sannenmann das Arbeitsleben im Ruhrgebiet dokumentiert. Wie hier in der Kokerei Hansa in Dortmund.

Die drei Konvolute, die in die Fotografische Sammlung übergehen, sind Teil eines gemeinsamen Ankaufs des Ruhr Museums, der nur durch die erneute Unterstützung in Höhe von 27000 Euro der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung möglich wurde.

Zuletzt hat das Ruhr Museum 2012 das Fotoarchiv des Essener Fotografen Henning Christoph mit dem Schwerpunkt zum Thema Migration mit Unterstützung der Stiftung angekauft. Diesen Kauf hat das Museum vier Jahre vorbereitet.

Panoramen in 360 Grad

Münzbergs Fotos zeigen unter anderem Panoramen mit 360-Grad-Sichten. Neu aufgenommen wurde das komplette Archiv von Prof. Diether Münzberg zu Ruhrgebietsthemen aus den Jahren 1976 bis 1987.

Mit dem Schwerpunkt östliches Ruhrgebiet befasste sich Klaus Sannemann, der von 1987 bis 2006 Werksfotograf bei der Ruhrkohle AG war. Sein Konvolut besteht aus rund 110000 Negativen und Dias in Kleinbild- und Mittelformat, Schwarzweiß und Farbe. Die Aufnahmen stammen von Mitte der 1970er- bis Ende der 1990er-Jahre.

Städte des Ruhrgebiets

Joachim Schumacher präsentiert auf sachliche Art und Weise die Landschaften und Städte des Ruhrgebietes. Er gehört zu den bekanntesten fotografischen Chronisten des Ruhrgebiets.

Die Fotografische Sammlung des Ruhr Museums versteht sich als Bildgedächtnis des Ruhrgebiets. Sie existiert seit 1989, wird seitdem in Ausstellungen präsentiert und ständig erweitert.

Mit vier Millionen Negativen und Zehntausenden Abzügen ist sie inzwischen das größte und bedeutendste Archiv historischer Fotografien der Region.

 

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