Sanna Marin zur jüngsten Regierungschefin der Welt gewählt

Junge Frau an der Spitze

Finnland bekommt eine neue Ministerpräsidentin. Die 34-jährige Sozialdemokratin Sanna Marin wurde am Dienstag vom Parlament gewählt. Damit wird sie jüngste Regierungschefin der Welt - vorerst.

Helsinki

10.12.2019, 15:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sanna Marin zur jüngsten Regierungschefin der Welt gewählt

Sanna Marin (mitte) ist vom finnischen Parlament zur neuen Ministerpräsidentin gewählt worden. © dpa

Die 34 Jahre alte Sozialdemokratin Sanna Marin wird neue Ministerpräsidentin Finnlands. Das Parlament in Helsinki stimmte am Dienstag mit 99 zu 70 Stimmen für sie als neue Regierungschefin. Damit wird Marin Nachfolgerin des zurückgetretenen Ministerpräsidenten Antti Rinne. Noch am Nachmittag sollten sie und ihr Kabinett von Präsident Sauli Niinistö im Amt vereidigt werden.

Finnland wird unter Marin weiter von einer Fünf-Parteien-Regierungskoalition geführt, dazu zählen neben den Sozialdemokraten die Zentrumspartei, die Grünen, die Linken und die Schwedische Volkspartei.

All diese Koalitionspartner haben Frauen als Vorsitzende, Marin wird diesen Posten bei den Sozialdemokraten voraussichtlich im Juni 2020 von Rinne übernehmen.

Bald dürfte Marin als jüngste Regierungschefin abgelöst werden

Nur sechs Monate nach Amtsübernahme hatte Rinne am vergangenen Dienstag wegen eines Streits mit seinem wichtigsten Koalitionspartner, der Zentrumspartei, den Rücktritt der Regierung eingereicht.

Am Sonntagabend wurde Marin bei einem parteiinternen Votum der Sozialdemokraten als Rinnes Nachfolgerin auserkoren. Die Entwicklungen in Helsinki sind für den Rest Europas auch deshalb von Bedeutung, weil Finnland noch bis Ende des Jahres den Vorsitz unter den EU-Staaten innehat.

Marin ist knapp dreieinhalb Wochen nach ihrem 34. Geburtstag nun die derzeit jüngste Regierungschefin der Erde. In Österreich ist der nochmal etwa neun Monate jüngere Ex-Kanzler Sebastian Kurz zurzeit auf der Suche nach einer neuen Regierungskoalition. Derzeit ist übergangsweise Brigitte Bierlein im Amt.

RND/dpa

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