Schriller Ton soll junge Störer von Schulgelände vertreiben

Schule in Coesfeld

Mit einem Hochfrequenzton will die Stadt Coesfeld dafür sorgen, dass Schulhöfe von jungen Störern genutzt werden. Ältere Menschen können den Ton angeblich nicht hören.

Coesfeld

von Detelf Scherle

, 29.11.2019, 17:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schriller Ton soll junge Störer von Schulgelände vertreiben

Der Ludgeri-Schulhof wurde jetzt mit der Anlage gegen junge Störer ausgestattet. © Allgemeine Zeitung

Tagsüber ist die Welt am Ludgeri-Schulhof noch in Ordnung. Der Quartier-Treffpunkt mit seinen tollen Spielmöglichkeiten kommt in der Nachbarschaft gut an. Spätabends und nachts haben vor allem in diesem Sommer aber Jugendliche und junge Erwachsene für Probleme gesorgt. Sie störten Anlieger durch Lärm und hinterließen Berge von Müll.

Das will die Stadt jetzt mit einem Hochfrequenzton ändern. Wer über 25 Jahre alt ist, hört ihn gar nicht: In den Ohren von jüngeren Menschen klingt er aber sehr unangenehm. So schrill, dass sie Reißaus nehmen, hofft die Stadt.

Und das ist auch gewollt – zum Beispiel um junge Störenfriede nach Ende der erlaubten Benutzungszeit vom Ludgeri-Schulhof an der Loburger Straße zu vertreiben. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, ist eine solche Anlage vor einigen Wochen im Eingangsbereich der Schule installiert worden. Kostenpunkt: 1300 Euro.

Anlieger werden durch Ton nicht gestört

„Der Schallbereich wurde so eingerichtet, dass die Gärten der Anlieger und die Spielflächen für Kinder und Jugendliche nicht tangiert werden“, schreibt sie. Ziel sei es, dass insbesondere der unberechtigte Aufenthalt im überdachten Schuleingangsbereich unterbunden wird.

Und klappt das? Da heißt es nun zunächst abzuwarten – denn das eher durchwachsene Herbstwetter hat in den vergangenen Wochen schon allein seinen Beitrag geleistet, dass weniger Jugendliche und junge Erwachsene spätabends dort anwesend waren.

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