Schweinekopf vor Moschee gelegt - Rechtsextremist verurteilt

Rechtsextremismus

Im Mai 2019 wurde ein Schweinekopf vor einer Moschee in Mönchengladbach gelegt. Nun wurde der mutmaßliche Drahtzieher der Tat verurteilt. Er soll zwei Männer angestiftet haben.

Mönchengladbach

09.01.2021, 04:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Foto zeigt das Amts- und Landgericht in Mönchengladbach.

Das Foto zeigt das Amts- und Landgericht in Mönchengladbach. © picture alliance/dpa

Wegen eines Schweinekopfes vor einer Moschee ist ein Rechtsextremist in Mönchengladbach zu vier Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht sprach den mehrfach vorbestraften 41-Jährigen am Freitag wegen Anstiftung zur Beleidigung schuldig.

Der Schweinekopf war Ende Mai 2019 vor dem muslimischen Gotteshaus in Mönchengladbach abgelegt worden. Zudem war ein Hakenkreuz an die Moschee gesprüht worden. Der 41-Jährige soll zwei bereits verurteilte Männer zu der Tat angestiftet haben. Vor Gericht hatte er dies bestritten. Die Vorwürfe seien konstruiert und ein Racheakt der beiden Verurteilten.

Angeklagter lacht bei der Urteilsverkündung

Die beiden bereits Verurteilten hatten im Verfahren ausgesagt, der Angeklagte habe ihnen den Auftrag zu der Aktion erteilt. Der 41-Jährige, der in mehreren Verfassungsschutzberichten erwähnt wird, war ohne Anwalt erschienen und hatte auf Freispruch plädiert.

Er quittierte die Urteilsverkündung mit Lachen und Kopfschütteln und kündigte Berufung an. Der 41-Jährige ist dem Verfassungsschutz als Funktionär der rechten Szene in NRW seit langem bekannt. Er war bei Pro NRW und Hogesa (Hooligans gegen Salafisten) aktiv.

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