Sturmschäden in NRW: Auswirkungen von „Victoria“

Orkantief „Victoria“

Sturmböen haben in der Eifel, bei Aachen und im Sauerland erneut heftig gewütet. Umgeknickte Bäume blockierten Gleise und Straßen. Das erwartet der Wetterdienst in der kommenden Woche (17.2).

Essen/Aachen

16.02.2020, 11:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ausläufer des Orkantiefs „Victoria“ sind am Sonntagmorgen mit schweren Sturmböen über NRW gefegt.

Ausläufer des Orkantiefs „Victoria“ sind am Sonntagmorgen mit schweren Sturmböen über NRW gefegt. © Bernd Thissen/dpa

Ausläufer des Orkantiefs „Victoria“ sind am Sonntagmorgen mit schweren Sturmböen über NRW gefegt. Dabei erreichte der Wind vor allem in der Eifel und im Aachener Raum Geschwindigkeiten um die 100 Stundenkilometer, wie eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes sagte.

Bei Aachen und im Kreis Düren sowie in Rheine und Billerbeck im Münsterland blockierten Bäume Bahngleise und Straßen. Verletzte gab es nicht. Mehrere Regionalbahnen fielen nach Angaben der Deutschen Bahn aus oder hatten Verspätung. Die Feuerwehr in der Städteregion Aachen verzeichnete am Sonntag viele Einsätze wegen umgestürzter Bäume und herabgefallener Äste. Zeitweise wurde die A44 gesperrt.

Bäume versperren Straßen und Bahngleise

In Velbert bei Düsseldorf versperrte ein umgestürzter Baum eine Straße. Feuerwehrleute zersägten ihn. Am Morgen fiel ein Baum auf die Bahngleise zwischen Aachen Hauptbahnhof und Herzogenrath, wie die Feuerwehr mitteilte. Deswegen musste ein Zug komplett geräumt werden. Verletzte gab es aber nicht.

Meteorologen erwarteten bis zu 19 Grad

Auch im nördlichen Sauerland hatte der Sturm getobt. „Victoria“ sei jedoch in Ausmaß und Stärke nicht mit dem Orkan „Sabine“ vergleichbar, so die Experten.

Am Sonntag wurden sehr milde Temperaturen von bis zu 19 Grad erwartet - am Nachmittag wurden am Köln/Bonner Flughafen 18,5 Grad gemessen. Das südwestliche NRW war demnach der wärmste Bereich am Sonntag.

Laut Wetterdienst sind die hohen Werte ungewöhnlich für die Jahreszeit und ähnlich den Maxima aus demselben Zeitraum der Jahre 1986, 1991, 2012 und 2019. 1990 wurden in der mittleren Februar-Dekade 19,7 Grad im Jülicher Raum gemessen.

Zum Wochenbeginn wird Kaltfront erwartet

Zum Wochenbeginn erwartete der Wetterdienst eine Kaltfront. Die Temperaturen würden am Montag auf 13 Grad fallen. Erneut gebe es auch Schauer und Gewitter. Am Dienstag ist demnach in den Hochlagen Schnee möglich.

dpa

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