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25 Jahre Taxi fahren

ERGSTE Der Beichtstuhl hat vier Räder und ein gelbes Schild mit vier Buchstaben auf dem Dach: „Erst kommt der Taxifahrer, dann kommt der Pastor“, hat Erwin Lange buchstäblich erfahren. Seit 25 Jahren sind er und seine Frau Sabine in Schwerte in ihren Taxis unterwegs.

von Von Reinhard Schmitz

, 06.02.2008
25 Jahre Taxi fahren

Die Taxifahrten im Kreis Unna werden teurer.

Ob der Haussegen schief hängt, eine Krankheit plagt oder Liebeskummer drückt – immer hat der Mann hinterm Steuer ein offenes Ohr für seine Fahrgäste. Genauso wie seine Chefin und Ehefrau Sabine, die vor 25 Jahren das Taxi-Unternehmen gründete. Die erprobte Zentralistin und der erfahrene LKW-Pilot wurden beruflich wie privat ein unschlagbares Team. „Ob nah, ob fern – Lange fährt sie gern“, lautete der markante Werbespruch, der die ersten Kunden in den 300-er Mercedes lockte. „Das war ein schönes Dingen“, schwärmt der 64-Jährige immer noch von der elfenbein-farbigen Karosse. Auf ihrer Premierentour brachte sie einen Zahnarzt zur Schwerter Hütte im Stephanopeler Tal.Dirigiert wird aus dem fahrenden Taxi Zuerst aus dem Wohnzimmer des Einfamilienhauses auf der Piwittsheide, später aus einem Anbau heraus, dirigierte eine Zentralistin den Einsatz der Taxen. „Im Sommer hatten wir unsere Zentrale in den Garten verlegt“, schwärmt Erwin Lange. Doch das alles war einmal. „Heute machen wir das per Rufumleitung aus dem Wagen heraus“, erledigt die Chefin die Aufgaben rationeller. Genauso wie ihr Mann chauffiert Sabine Lange Tag für Tag ab 6 Uhr morgens Kranke und Flugpassagiere oder ist auf Kurierfahrt unterwegs. „Bei uns ist drin, was draufsteht“, zeigt sie lachend auf ihr Werbeschild „Lange“. Die Pausen zwischendurch füllen Bahnhofsfahrten. Nur den Dienst in den ruhigeren Abendstunden übernimmt ein Angestellter.Keine Kippen und ausgesuchte Kunden „Wir wollten immer ein Familienunternehmen bleiben und uns nicht vergrößern“, ist Lange mit seinen beiden Taxen und dem Mietwagen zufrieden. Seine Fahrgäste, darunter viele Stammkunden, schätzen die unverqualmten Nichtraucher-Fahrzeuge. Kippen müssen draußen bleiben. „Da muss man ´ne glatte Meinung haben“, spricht der 64-Jährige aus Erfahrung.Angst kennt er nicht Angst hat er nach eigenem Bekunden noch nie gespürt. „Ich muss nicht jeden mitnehmen, denn ich habe das Hausrecht“, vertraut er auf seine umfassende Menschenkenntnis.

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