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Ärztliche Bescheinigung kann bis zu fünf Euro kosten

SCHWERTE Plötzlich hält die Arzthelferin die Hand auf, bevor sie den Block mit der Befreiung vom Sportunterricht zückt. Auch die Entschuldigung für den Klassenlehrer füllt nicht mehr jede Praxis kostenlos aus.

von Von Reinhard Schmitz

, 13.02.2008

„Wir haben keine Verpflichtung, so etwas zu schreiben“, stellt Dr. Dietmar Hüwel, Vorsitzender des Ärztevereins, fest: „Das ist eine reine Gefälligkeit.“ Und in der Ärzteordnung sei vorgegeben: „Wir müssen für jede Leistung einen Obolus nehmen.“ Denn ansonsten könnten beispielsweise Gratis-Untersuchungen einem anderen Kollegen schaden.Eigentlich eine uralte Regelung Eigentlich sei die Gebühr für Schulbescheinigungen deshalb eine uralte Regelung, erinnert Dr. Hüwel: „Sie ist jetzt nur im Westfälischen Ärzteblatt noch mal wieder hervorgekramt worden.“ Laut der Gebührenordnung Ärzte könnten für eine einfache Bescheinigung je nach Aufwandsfaktor zwischen 2,50 und fünf Euro verlangt werden, rechnet er vor. Ein „absoluter Freundschaftspreis“ sei es deshalb, wenn Kollegen es bei einem Euro belassen.Lehrer kann Bescheinigung nur in Feriennähe verlangen Ausgeben müssen die Eltern das Geld aber eigentlich gar nicht. „Der Lehrer kann die Bescheinigung nicht verlangen. Das steht in keiner Vorschrift“, betont Dr. Hüwel. Die Entschuldigung der Eltern reiche vollkommen aus. „Einzige Ausnahme sind die Tage vor und nach den Ferien“, weiß der Mediziner. Wenn man den Vorschriften wortgetreu Folge leiste, müsse dann sogar der Amtsarzt aufgesucht werden, um eine behördliche Bescheinigung zu erhalten.

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