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Altpapiercontainer sind Müllmagnete

SCHWERTE Ausgediente Mikrowelle, Computerteile und gelbe Säcke mit undefinierbarem Inhalt türmen sich hinter dem blauen Papiercontainer. Ein Spiegelbild der Nacht- und Nebel-Kipperei bot am Donnerstagmittag die Wertstoffstation auf dem Stadtbad-Parkplatz.

von Von Reinhard Schmitz

, 07.02.2008

Zustände, die bisweilen sogar zum Himmel stinken, sind auch andernorts Bürgern ein Dorn im Auge. Das Beschwerdemanagement im Rathaus kann davon ein Liedchen singen. Dabei rücken Mitarbeiter des Bauhofs mit ihren Besen mindestens zweimal pro Woche zu den 52 Containerstandorten aus. Problemstationen werden öfter geleert „Bei Problemstationen auch drei- bis viermal“, berichtet der stellvertretende Bauhofleiter Michael Starzonek. Und einige bei Schmutzfinken besonders beliebte Plätze – etwa an der Roten-Haus-Straße oder am Bahnhof Ergste – wurden nach Beschwerden bereits aufgegeben.Beruhigung durch blaue Tonne Eine weitere Beruhigung erhofft sich Starzonek durch den Abzug der letzten Altpapiercontainer, sobald die Blaue Tonne in diesem Jahr flächendeckend eingeführt ist. „Die Glascontainer ziehen nicht so den Müll an“, spricht er aus Erfahrung. Deren Dichte soll auch im Wesentlichen erhalten bleiben. Veränderungen könne es nur geben, wenn das Altglasaufkommen weiter zurück gehe. Zuletzt klirrten in der Ruhrstadt pro Jahr rund 1300 Tonnen Glas in die Recyclingbehälter. Den Erlös durfte das Duale System Deutschland behalten, das nur eine Standortmiete an die Stadt zahlen muss. Stadt verkauft das Altpapier selbst Dagegen kann diese 83 Prozent des Altpapieraufkommens selbst verkaufen. Bei jährlich zuletzt 3500 Tonnen flossen auf diesem Wege fast 200 000 Euro ins Stadtsäckel, rechnet Starzonek vor. Behalten kann sie der Kämmerer nicht. Denn die Summe ist zur Senkung der Müllgebühren für alle bestimmt.

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