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Hauptschulabschluss für Schulabbrecher

SCHWERTE „Ich hab‘ gerade meine erste Eins in Mathe geschrieben“, erzählt Melanie Köppikus (17) stolz. Zusammen mit 15 Mitschülern hat sie soeben das erste Semester der Maßnahme „LABorA – Lernen, Arbeiten, Berufsorientierung und Ausbildungsvorbereitung“ beendet und nimmt nun das zweite Semester ins Visier.

von Von Holger Bergmann

, 12.02.2008

Bei dem erstmals in Schwerte durchgeführten Projekt haben die Schüler, die aus unterschiedlichsten Gründen ihre Schullaufbahn abgebrochen haben, die Gelegenheit ihren Hauptschulabschluss nachzuholen. Dank der Zusammenarbeit der VHS mit der ARGE im Kreis Unna und SIGNAL e.V. nahm die Vorbereitung auf die Berufstätigkeit einen großen Raum ein. „In der Woche hatten wir 20 Schulstunden an drei Tagen und an zwei Tagen waren wir bei Arbeitsgelegenheiten“, erklärt Klassensprecher Manfred Meischke (19) das geballte Programm. Arbeit in Schwerte Manfred Meischke arbeitet für den Fahrdienst des Roten Kreuzes, Melanie Köppikus unterstützt das „SIGNAL-Kaufhaus“. Neben Bildung und Qualifizierung erweiterte der Volksbund Deutsche Kriegsgräber e.V. den Erfahrungsschatz der Teilnehmer. Die Schüler pflegten Grabstätten von Kriegsopfern, in Schwerte aber auch im niederländischen Ysselstyn. „Das war eine einzigartige Möglichkeit. So intensiv habe ich noch nie etwas über den Krieg gelernt“, berichtet Melanie Köppikus. Eine Wiederholung von LABorA im August ist laut Lothar Stilleke (ARGE) beschlossene Sache.  Die Erfahrungen der Schüler in Ysselstyn sind vom 11. März bis 25. April in der Ausstellung „...da bekam ich eine Gänsehaut...“ in der VHS zu sehen.

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