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Herr Niels kämpft gegen einen imaginären Sturm

SCHWERTE Knochen? Scheint Herr Niels nicht zu besitzen. Seine Arme sehen aus wie aus Gummi, sein Körper ist elastisch bis in die Fingerspitzen. Worte? Braucht Herr Niels nicht. Mit seinem schielenden Blick und dem fragenden Gesichtsausdruck versteht das Publikum ihn so.

von Von Nicole Jankowski

, 24.02.2008
Herr Niels kämpft gegen einen imaginären Sturm

Monsieur Agon gibt den Reinhard Mey.

Da machen die Schwerter am Freitag keine Ausnahme. „Ein unglaubliches Spiel mit imaginären Kräften“, haben „Herr Niels und Monsieur Agon“ für ihren Auftritt bei den Kleinkunstwochen versprochen. Heftige Wirbelstürme zum Beispiel treiben Herrn Niels quer über die Bühne, ein Luftballon zieht ihn in die Höhe. Verdutzt lässt der Pantomime alles über sich ergehen, bleibt stumm und lässt die Zuschauer vor Begeisterung brüllen.

Sein Konterpart Monsieur Agon plaudert und parliert dagegen in einer Tour – zweisprachig natürlich, den hier steht ein „waschechter“ Franzose auf der Bühne, der bei deutschen Eltern aufgewachsen ist. Ein Widerspruch? Der Jongleur extraordineur ist ja auch ein ganz außergewöhnlicher Künstler. Jonglieren heißt bei ihm nicht Bälle in die Luft werfen. Viel mehr lässt er sie auf eine große Trommel fallen, um so ein rasantes Klangfeuerwerk zu entfachen.

Fließende Bewegungen

Seine Fingerfertigkeit macht Herrn Niels Konkurrenz. Vier Bälle hat er in den Händen, die sich in einer fließenden Bewegung umeinander und übereinander drehen. „Stellen Sie fest, dass die Finger die Hände zu keinem Moment verlassen“, witzelt Monsieur Agon.

Immer wieder schlüpft er in unterschiedliche Rollen und Charaktere, gibt auf der Bühne die Musiker Reinhard Mey und Gilbert Bécaud oder einen chinesischer Philosophen. Am Faszinierendsten sind jedoch seine Jonglage-Einlagen. Im Dunkeln wirft er in rasantem Tempo leuchtende Bälle in die Luft. Er malt mit ihnen ein imaginäres Gemälde in die Dunkelheit.

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