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Investitionen für 3 Mio. Euro bleiben auf der Strecke

SCHWERTE Es klingt skurril: Die Stadtverwaltung hat es nicht geschafft, ihr Geld im vergangenen Jahr komplett auszugeben. Über drei Millionen Euro blieben übrig. Die Gründe sind vielfältig: Mal war ein Löschfahrzeug nicht lieferbar, mal erwiesen sich Grundstücksverhandlungen als schwierig, mal gab es Personalengpässe.

11.02.2008
Investitionen für 3 Mio. Euro bleiben auf der Strecke

Das FBG ist nur ein Objekt der Stadt, an dem die Investitionen liegen geblieben sind.

Hauptursache ist aber nach Ansicht der Stadtverwaltung die späte Genehmigung des städtischen Etats. Vor allem bei der Bauverwaltung habe sich das bemerkbar gemacht, so Stadtsprecher Carsten Morgenthal auf Anfrage. So habe man erst im August und Oktober zwei Bauingenieure einstellen können. Die seien nun damit beauftragt, den Sanierungsstau an den Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden abzuarbeiten. Und der ist gewaltig. Alleine hier blieben Aufträge in Höhe von 2,2 Millionen Euro liegen. Die reichen von der Dachsanierung der Albert-Schweitzer-Schule (148 000 Euro) bis zur Sanierung der Turnhalle Wasserstraße (72 500 Euro).Zähe Verhandlungen und später Haushalt sind schuld Bei vielen Verzögerungen kommt ein ganzes Bündel an Gründen zum Tragen. So hat einerseits das späte Inkrafttreten des Haushaltes, andererseits die zähen Verhandlungen mit der Bahn dazu geführt, dass man noch keinen Ingenieur zur Planung für die Sanierung der Brücke am Kirschbaumsweg beauftragen konnte. 100 000 Euro waren hierfür veranschlagt. Dasselbe gilt für die Brücke an der Ostberger Straße. Bei einigen städtischen Fahrzeugen lag der Grund in den langen Lieferzeiten. So wird das neue Löschfahrzeug für die Feuerwehr vermutlich erst im August dieses Jahres geliefert. So sparte man unfreiwillig 283 000 Euro ein. Da die Haushalte einer Stadt immer in Jahren berechnet werden, schlägt der Ältestenrat der Stadt vor, die Liste komplett für den Haushalt 2008 zu übernehmen. Sanierungsstau muss abgearbeitet werden Entscheiden muss das letztlich der Rat. „Der Sanierungsstau muss abgearbeitet werden“, fordert der Vorsitzende des Finanzausschusses Dirk Kienitz. „Wenn die Politik sich schon zu diesem teuren Sanierungspaket entschließt, sollte das tunlichst auch zeitnah abgearbeitet werden.“Zinsen gespart Da die Stadt ohnehin mehr Geld ausgibt, als sie einnimmt, handelt es sich übrigens um Geld, dass man erst als Kredit aufnehmen muss. Und in diesem Sinne gibt es auch ein gute Nachricht. Die Zinsen für drei Millionen Euro wurden im 2007 eingespart.

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