Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Politik prüft Abschied vom VfI

WESTHOFEN Die ohnehin nicht gerade harmonische Ehe zwischen Stadt und dem Verein für Integrationssport (VfI) steuert auf die Scheidung zu. Der zuständige Ratsausschuss empfahl dem Rechnungsprüfungsamt die Zusammenarbeit zu überprüfen.

20.02.2008
Politik prüft Abschied vom VfI

Die Ehe zwischen Stadt und VfI ist am Sportplatz in Westhofen gescheitert.

Hintergrund sei die finanzielle und personelle Situation des Vereins. Der sei nicht nur mit den Zahlungen eines Baukredites, für den die Stadt gebürgt hat, im Rückstand, sondern müsse auch Forderungen des Finanzamtes fürchten. Das Amt hatte dem Verein in der Bauphase die Mehrwertssteuer erstattet, ist aber nun offensichtlich der Überzeugung, dass der VfI dazu nicht berechtigt war. Während das Baudarlehen von der Stadt bezahlt werden müsste, würden die Steuernachforderungen wohl am Verein hängen bleiben.Erstattung der Pflegekosten frühestens im April Seit Sommer erhält der VfI von der Stadt kein Geld mehr für die Platzpflege. Die Kommune hatte detaillierte Belege gefordert. Die wurden für die Vergangenheit zwar im Januar beigebracht und liegen jetzt beim Rechnungsprüfungsamt des Kreises vor, eine Erstattung der Kosten für die Platzpflege ist aber frühestens im April denkbar. Dann sollen im Rechnungsprüfungsausschuss nämlich die Prüfergebnisse vorgestellt werden. Das könnte auch für andere Sportvereine interessant werden. Denn gleichzeitig soll das Rechnungsprüfungsamt Richtlinien erarbeiten, wie die Vereine mit der Stadt die Platzunterhaltung abrechnen können. Für den VfI würde der Abschied von der Sportplatznutzung auch ein Abschied von der nach eigenem Bekunden einzigen Einnahmequelle bedeuten. Doch die Hausmeisterwohnung auf der Anlage, deren Einnahmen für das Baudarlehen bestimmt waren, ist derzeit ohnehin nicht vermietet.Ausschuss möchte Schlussstrich ziehen Letztlich möchte der Ausschuss auch einen Schlussstrich unter einen langen Streit ziehen. Denn bereits in der Bauphase gab es Differenzen und nur mit finanzieller Unterstützung der Stadt gelang es schließlich, das Projekt fertig zu stellen. Im Herbst vergangenen Jahres verlangte das Land 80 000 Euro Zuschüsse zurück, weil die Stadt die Bauleistungen nicht korrekt ausgeschrieben habe.  K hm

Lesen Sie jetzt