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Politischer Aschermittwoch der SPD ist Balsam

SCHWERTE „Das war Balsam für die Parteiseele“ empfand Dirk Kienitz die Rede von Franz Müntefering: „Es ist gut zu wissen, warum man Sozialdemokrat ist.“ Eindringlich hatte der frühere Bundesarbeitsminister beim Politischen Aschermittwoch im Freischütz an Wurzeln und Erfolge seiner Partei erinnert.

von Von Reinhard Schmitz

, 06.02.2008
Politischer Aschermittwoch der SPD ist Balsam

Für einen Machtwechsel in den Kommunen und im Land NRW wollen (v.l.) der frühere Bundesarbeitsminister Franz Müntefering, SPD-Landesvorsitzende Hannelore Kraft und SPD-Stadtverbandsvorsitzender Dirk Kienitz kämpfen.

 Deren 150-jähriges Bestehen könne man 2013 nicht aus der Opposition heraus feiern, stimmte er die mehr als 500 Gäste der SPD NRW auf die Wahlkämpfe ein. „Wir dürfen keine rosaroten Träumer sein“, sei der Weg in die Zukunft anstrengend.

Machtwechsel ist das Ziel

Dass am Ziel ein Machtwechsel steht, stand für die heimischen SPD-Spitzen außer Frage. Schon bei den Vorgesprächen im Kaminzimmer hatte Stadtverbandsvorsitzender Kienitz gewettet, dass Hannelore Kraft im Jahr 2010 neue Ministerpräsidentin werde. Sein Wetteinsatz: Sie als ebenfalls neuer Bürgermeister zum SPD-Jahresempfang nach Schwerte zu holen. Landrat Michael Makiolla war sogar bereit, sich einen Vollbart wachsen zu lassen.

Wetten abgeschlossen

Wettkollegen, die gegen diesen Wahlausgang setzten, hatten sich nicht gefunden. Mit Freude muss es Hannelore Kraft aufgenommen haben, die den derzeitigen CDU-Amtsinhaber als „Sozialschauspieler Rüttgers“ geißelte. Auch die Schulpolitik sei unter Ministerin Barbara Sommer ohne Plan: „Sie ist geprägt von kurzen Hauptsätzen und langen Absätzen.“ Handwerkliche Fehler bewies beispielsweise das „Turbo-Abitur“, das Kindern eine „Arbeitszeit wie Managern“ abverlange.

Ohne Schröder ist es familiärer

„Wir werden NRW zurückholen“, rief Hannelore Kraft unter stehendem Beifall der Anwesenden aus. Einer der wenigen, den es stoisch auf dem Sitz hielt, war Oberkommissar Winfried Wiesinger. Von der Empore aus hatte er auch weniger die prominenten Redner im Blick als das Gewimmel der Gäste. Mit drei Kollegen sorgte er für die Sicherheit. „Es ist heute familiärer“, erinnerte einer von ihnen an den Auftritt Gerhard Schröders beim Politischen Aschermittwoch. Damals seien im Vorfeld sogar alle Schlösser des Freischütz ausgetauscht worden.

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