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Probleme mit der Schriftwelt

SCHWERTE Lese- und Rechtschreibschwäche, kurz LRS, ist in unserer auf Schrift ausgerichteten Welt ein gravierendes Problem. „Rein statistisch gesehen ist pro Schulklasse mindestens ein Kind betroffen“, erläutert der Psychologe Dietrich Minte.

von Von Heiko Mühlbauer

, 14.02.2008
Probleme mit der Schriftwelt

Psychologe Dietrich Minte und Schulrätin Margot Berten informieren zu Lese-Rechtschreib-Schwäche.

Gemeinsam mit Schulrätin Margot Berten, Jugendamtsleiterin Charlotte Schneevoigt und Ulgart Höhl von der Beratungsstelle der Selbsthilfegruppen gestaltet er eine Informationsveranstaltung zu dem Thema. Am Donnerstag, 21. Februar, geht es unter der Moderation von Jochen Born um Diagnose, Förderung und Hilfen. Dabei soll es vor allem um jene Form von LRS gehen, die man früher Legasthenie nannte. „Das ist nichts anderes, als wenn ich musikalisch oder sportlich nicht begabt bin“, so Minte. Doch während Sport- und Musikmuffel gesellschaftlich keine Probleme bekommen, muss der LRS-Betroffene leiden.Risikokinder herausfiltern und gezielt fördern Spätestens in der Schule wird sein Manko offenbar. Deshalb wird in den meisten Kindergärten der Stadt das so genannte Bielefelder Screening durchgeführt. „Damit kann man bereits vor der Schule Risikokinder herausfiltern und gezielt fördern“, so Jugendamtsleiterin Charlotte Schneevoigt. „Die Erfolgsquote liegt immerhin bei 92 Prozent“, weiß Psychloge Minte. „Doch so schön es ist, dass es die Frühförderung gibt“, so Schulrätin Margot Berten, „es gibt immer noch betroffene Kinder, die unerkannt in die Schule kommen.“ Für sie gibt es schulische und außerschulische Förderung.Chancen waren nie besser Im Prinzip waren die Chancen, das Problem in den Griff zu bekommen, nie besser als zurzeit. Denn den Betroffenen stehen viele Fördermöglichkeiten offen. Das Jugendamt bietet zum Beispiel außerschulische Förderung an. „Derzeit betreuen wir in diesem Bereich 38 Fälle“, so Charlotte Schneevoigt. In einem sind sich die Experten aber einig. Alle Bemühungen von Schule, Kindergärten und Stadt fruchten nicht, wenn die Eltern nicht mitziehen.  Keine Angst vor LRS, Donnerstag 21. Februar, 19.30 Uhr VHS, Am Markt 11, Eintritt frei.

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