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Schwertes fliegende Weltmeister

SCHWERTE Die Damen sitzen rechts, die Herren links – in Hubert Weisings Voliere geht es ein wenig zu wie früher in der Tanzschule. Für das Verkuppeln ist Weising aber persönlich verantwortlich, denn längst nicht jedes Techtelmechtel zwischen Fink und Finkin führt zu weltmeisterlichem Nachwuchs. Und auf genau den hat es Weising abgesehen.

von Von Heiko Mühlbauer

, 15.02.2008

Sechsmal wurden bereits Vögel von ihm zum Weltmeister gekürt. Auch bei der letzten Weltausstellung im vergangenen Jahr heimste er den Titel ein. Rund 200 Vögel flattern, kreischen und singen in der großen Voliere des Züchters. „Alles selbst gebaut“, verweist Weising stolz. Nach Rassen und Geschlechtern getrennt wohnen verschiedenste Vögel in den großen Käfigen. Sittiche, Kanarien und eben auch die ausgezeichneten Zebrafinken. Als Zwölfjähriger entdeckte Weising die Vogelzucht. „Mein Vater hatte Tauben, mit denen kam ich schlecht zurecht“, schmunzelt er. Also habe ich mir was Kleineres besorgt. Mit einer kleinen Voliere im Schatten des Taubenschlags fing alles an. „Die wurde jedes Jahr größer“, erzählt der pensionierte Werkstoffprüfer. Die ganze Familie züchtet mit Mit seinem Hobby infizierte er die ganze Familie. Ob Ehefrau ... oder die Söhne Frank und Bernd alle wurden eingespannt. So war es auch kein Wunder, dass die beiden Jungen mittlerweile auch renommierte Züchter sind und genau wie ihr Vater Weltmeister-Titel errungen haben. Doch obwohl der Schwerter zu den Spitzenzüchtern in Deutschland gehört, reich werden kann er mit der Vogelzucht nicht: Auch Weising muss von Zeit zu Zeit Vögel hinzukaufen. Um frisches Blut in die Volieren zu bringen. Hinzu kommen einige Säcke Vogelfutter, die jeden Monat herangeschafft werden müssen.Das Geheimnis des Erfolgs Und was ist das Geheimnis des Dauererfolgs? Wer erstmal über Jahre eine gute Zucht hat, kann davon profitieren. Und nicht jedes Vogelweibchen und jedes -Männchen kann man kreuzen. Zum einen müssen zwei ausgezeichnete Vögel nicht unbedingt ausgezeichneten Nachwuchs hervorbringen, zum anderen kann sich manches vom Züchter verkuppelte Pärchen einfach nicht leiden. „Wenn die nicht zusammen passt, ist da nichts zu machen“, weiß der erfahrene Züchter. Das sei eben wie bei den Menschen. 

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