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So mauerten unsere Vorfahren

SCHWERTE Schwere Quader, kleines Geröll mit losem Mörtel zusammengefügt – als die Honoratioren von Schwerte im 14. Jahrhundert ihr Weinhaus errichten ließen, geschah das mit heimischem Bruchstein. Wie man vor über 600 Jahren Häuser baute, kann man sich derzeit im Detail am Calvin-Haus an der Brückstraße ansehen.

von Von Heiko Mühlbauer

, 07.02.2008

Für den Umbau des Gebäudes der Evangelischen Kirche wurde ein Teil des Putzes abgehauen. Dahinter entdeckten die Bauarbeiter ein geschichtliches Panoptikum. „Die Mauer ist über einen Meter dick“, schätzt Architekt Günter Müller. Sie hält mehr durch das Gewicht als durch den Mörtel, der mit heutigen Stoffen nicht vergleichbar sei. Mittelalterliche Flickarbeiten Bereits im Mittelalter hatte man Fenster zugemauert, am Haus umgebaut und einige Stellen zusammengeflickt. Davon zeugen Fensterstürze, die mittenim Bruchsteinwerk auftauchen. Im 13. oder 14. Jahrhundert als so genanntes Weinhaus für die Honoratioren gebaut, hat das Gebäude eine wechselvolle Geschichte hinter sich. 1654 wurde es zur Kirche der Calvinisten umgebaut. Bis zum Krieg thronte der kleine Glockenturm auf der Kirche der reformierten Kirche, die später zur Johanneskirche wurde. Im März 1945 wurde das Haus von Fliegerbomben getroffen. Nur die meterdicke Giebelwand blieb stehen. Anfang der 50-er Jahre machte man sich mit den damals vorhandenen Mitteln an den Wiederaufbau und sorgte so für weitere bunte Teile, die das Mauerwerk ergänzen.Geschichtsträchtige Mauer noch einen Monat zu sehen Lange wird der Blick auf die Geschichte aber nicht mehr frei liegen. „Einen Monat“, schätzt Architekt Müller. Danach wird die Wand wieder verputzt. Älter als der Giebel des Calvin-Hauses ist übrigens in Schwerte nur noch der Mittelteil der Viktor-Kirche.

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