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Sternstunde mit Elisabeth Leonskaja

SCHWERTE In der beliebten Reihe „Sternstunden am Bösendorfer“ konnte die Konzertgesellschaft Schwerte einen Weltstar am Klavier für ein Recital gewinnen. Elisabeth Leonskaja begeisterte am Sonntagvormittag in der Rohrmeisterei das Schwerter Publikum.

von Von Melanie Schwuchow

, 18.02.2008
Sternstunde mit Elisabeth Leonskaja

Elisabeth Leonskaja begeisterte am Sonntag bei den Sternstunden am Bösendorfer.

Auf dem Programm standen Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven, die von der in Tiflis geborenen Künstlerin herausragend interpretiert wurden.  Ohne zu zögern begann sie ihr Programm vor ausverkauftem Haus mit der Sonate für Klavier, Nr.30 in E-Dur, op.109. Schon gleich zu Beginn zeigte sich dabei Leonskajas große Stärke: zarte und transparente Klänge entlockte sie dem seinerzeit von ihr selbst signierten Bösendorfer. Die einzelnen Sätze gingen fast unhörbar ineinander über. Musikalisch perfekte Anschlüsse in einem großen Ganzen. Zusammen mit der ersten Sonate, waren die darauf folgenden Stücke, die eher heitere Sonate für Klavier in As-Dur, op.110 und die düster-melancholische Klaviersonate Nr.32 in c-moll, op.111 von Beethoven als großer Komplex geplant. Technische Brillanz verdeutlicht die Entwicklung Leonskaja schaffte es durch ihre technische Brillanz und herausragende Phrasierung die Entwicklung innerhalb der drei Werke zu verdeutlichen: dem Widerstreit von musikalischen Gegensätzen im engsten Abstand. In einem Moment energisch und kraftvoll, dann wieder leicht und versöhnlich. Verzicht auf Zugabe Ganz versunken interpretierte sie den langsamen Satz der c-moll Sonate und schaffte so einen fast intimen Moment von größter Intensität. Bescheiden wie sie ist, tritt sie am Ende als Pianistin in den Hintergrund. Musikalisch konsequent verzichtet Leonskaja trotz stehender Ovationen auf eine Zugabe und lässt so das Geniale in Beethovens letzten Klaviersonaten umso deutlicher hervortreten.

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