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Vergänglichkeit des Lebens trifft auf Barmherzigkeit Jesu

SCHWERTE Eine kurze Karnevalssession findet am Aschermittwoch ihr definitives Ende. Im Gespräch mit RN-Redakteurin Nicole Jankowski erklärt Pfarrer Peter Iwan die Herkunft und Bräuche des Aschermittwochs.

von Von Nicole Jankowski

, 05.02.2008

Warum ein Aschenkreuz? Iwan: Wir sind nicht nur eine Kirche der Worte, sondern auch der Symbole. Die Asche ist ein altes Zeichen der Gebrechlichkeit und der Vergänglichkeit des Lebens, in biblischen Zeiten auch ein Zeichen der Trauer und der Bereitschaft, sein Leben zu ändern. Sie wird übrigens aus den verbrannten Palmen- oder Buchsbaumzweigen gewonnen, die am Palmsonntag des Vorjahres gesegnet wurden. Und das Kreuz?Iwan: Steht natürlich für Jesus Christus und seine Barmherzigkeit. So kommen die beiden Aspekte zusammen. Und wie entstand die Tradition des Aschermittwochs?Iwan: Im frühen Mittelalter wurden am Aschermittwoch in manchen Gegenden diejenigen, die offensichtlich schwere Schuld auf sich geladen hatten, in einer symbolischen Handlung zur Kirche hinausgetrieben, in Anlehnung an die biblische Vertreibung aus dem Paradies. Sie wurden dabei mit Asche bestreut. Immer mehr Gläubige solidarisierten sich mit den Büßern und ließen sich ebenfalls mit Asche bezeichnen. Heute wird natürlich niemand mehr aus der Kirche getrieben. Aber die Tradition des Aschenkreuzes hat sich erhalten. Mit dem Aschermittwoch endet der närrische Frohsinn. Er markiert den Beginn der Fastenzeit.Iwan: Richtig. Nachdem wir noch einmal richtig Spaß hatten, beginnt mit dem Aschermittwoch die österliche Bußzeit, die Zeit der Umkehr. Neben Karfreitag ist der heutige Tag der einzige Buß- und Abstinenztag, den wir noch haben. Die Fastenzeit dauert bis Ostern und weist auf die 40 Tage hin, die Jesus in der Wüste fastete und betete, bevor er öffentlich zu predigen begann. Übrigens werden die Sonntage nicht mitgezählt. Deshalb beginnt die Fastenzeit auch mitten in der Woche.Das komplette Interview lesen Sie am Mittwoch in den Ruhr Nachrichten.

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